Druckschrift 
18 (1845) Miles Wallingfords Abenteuer zu Land und zur See
Entstehung
Seite
645
Einzelbild herunterladen
 

645

jetzt verborgen geblieben war, einzig weil sie keine paffende Gelegen-heit zu dessen Entfaltung gefunden hatte. Anspielungen in denBriefen selbst bewiesen, daß Grace über diese unerwartete Entwick-lung eines humoristischen Beobachtungsgeistes ihre Bemerkungengemacht und ihr Erstaunen über dessen plötzliches Auftauchen au«-gedrnckt hattedie Sache war also meiner Schwester ebenso neu,wie mir selbst.

Auch das siel mir auf, baß Ruprechts Name nicht ein ein-ziges Mal in allen diesen Briefen zum Vorschein kam. Sieumfaßten vom ältesten bis zum neuesten Datum gerade sieben undzwanzig Wochen in neun und zwanzig Schreiben zwei warennämlich durch Privatgelegenheit, höchst wahrscheinlich mit ihremVater, der die Reise öfter zu Land machte, eingetroffen undauch nicht einer enthielt die leiseste Anspielung auf ihren Bruderoder eines von den beiden MertonS.

Dies genügte mir vollkommen, um einzusehen, wie gut Lucyden Grund von Grace'S Abreise nach Clawbonny durchschaut hatte.

Und wie war e«' denn mit MileS Wallingford'S Namen?"wird manche meiner schönen Leserinnen fragen.

Ich durchlas im Laufe des Abends das ganze Packet sorgfäl-tig und legte bloS zwei von den Briefen als die einzigen Aus-nahmen, bei Seite, in denen mein Name nicht vorkam. Bei ge-nauer Prüfung fand ich aber, daß jeder der beiden ein Postskriptenthielt, von denen das eine folgendermaßen lautete:

Ich ersehe aus den Zeitungen, daß MileS diese eigensinnigenTürken endlich verlassen hat und nach Malta abgesegelt ist. Ichbin froh darüber, da man nicht wohl wünschen kann, den treff-lichen Jungen in den sieben Thürmen eingesperrt zu sehen, so ehren-voll es auch für ihn seyn möchte."

Die andere Nachschrift war folgenden Inhalts:

Der liebe MileS ist, wie mein Vater erzählt, nach Livornoabgegangen und darf diesen Sommer zu Hause erwartet werden.