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„Du hast mir gesagt, Grace, Du korrespondircst wöchentlich mitLucy?" begann ich.
„So oft der Wallingford geht und kommt, und wie Du weißt,geschieht dies jede Woche. Der Grund, warum ich heute keinenBrief erhielt, ist vermuthlich der, daß die Schaluppe vor der Zeitabsegelte. Der Lord-Oberadmiral befand sich an Bord und gleichWind und Woge» wartete er auf Niemand!"
„Dank Dir — Dank Dir, jheuerste Schwester — diese Mun-terkeit nimmt eine BergcSlast von meinem Herzen!"
Grace schien Anfangs erfreut; dann aberschaute sie mir nach-denklich in'S Gesicht und ich konnte bemerken, wie ein traurigerSchatten über ihre Mienen hinflog. Große Thronen quollen ihraus den Augen und drei bis vier dieser Perlen rollien langsamüber ihre Wange hinab.
Dies alles sagte deutlicher als Worte, daß sie selbst ihr Endevorhersah, wenn auch ei» zärtlicher Bruder sich für den Augenblickhierüber täuschen mochte. Ich beugte mein Haupt auf das Kiffen,unterdrückte die Seufzer, die mich beinahe erstickten, und küßte ihrdie Thränen von den Wangen.
Um aber diese» betrübenden Scenen ein Ende zu machen,beschloß ich, in Zukunft mehr einen Geschäftston zu beobachten undalles Gefühl so viel wie möglich zu unterdrücken.
„Der Lordoberadmiral, beste Grace," begann ich auf's Neue,„ist an Bord seines Schisfls eine Art von Türke, wie der ehrlicheMoses Marble Dir sagen wird, sobald Du ihn siehst. Jetzt aberzu Lucy und ihren Briefen; die letzten sind wahrscheinlich mit zar-ten Geheimnissen über Leute, wie Andrew Drewett, und andere ihrerVerehrer angefüllt, so daß eS unpassend wäre, mir einen derselbenanzueignen?"
Grace blickte mich ernsthaft an, als ob sie sich überzeugenwollte, ob ich auch wirklich so arglos war, wie ich zu seyn vor-gab; dann schien sie nachzustnnen, zupfte an dem Neberzug der