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18 (1845) Miles Wallingfords Abenteuer zu Land und zur See
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Ich fand Grace noch auf ihrem Beite, aber munterer undwesentlich gestärkt. Für einen Augenblick fing ich sogar an zuglauben, meine Angst habe die Gefahr übertrieben und ich werdemeine Schwester nicht verlieren. Wenige Minuten aufmerksamerBeobachtung überzeugten mich aber, daß der erste Eindruck derrichtige gewesen war.

Ich bin in den Theorien der Wissenschaft nicht sehr bewandert, wenn überhaupt viel Wissenschaft dabei im Spiele ist und weißmir Grace's wahren physischen Zustand noch jetzt kaum zu erklären.Sie hatte sechs grausame Monate lang ihre Leiden im eigenenBusen verschlossen, hatte diese ganze Zeit fast ganz allein in derEinsamkeit eines Landhauses verlebt was, wie man sagt, selbstvon den kräftigsten Naturen nur Wenige ungestraft thun können.Gebrechlich wie sie immer geschienen hatte, war ihre Lunge gleich-wohl gesund, sie sprach mit Leichtigkeit und fast mit ihrer ganzenursprünglichen Kraft, so daß ihr Dahinschwinden keine Folge einesLungenleidens sehn konnte. Ich glaube eher, daß jene physischeWirkung der ungesunden Thätigkcit ihrer Säfte zugeschrieben werdenmußte, welche durch Milz und Magen in Unordnung gerathcn waren.Auch ihre unmerkliche Ausdünstung war, glaub' ich, krankhafter Art,denn die Poren der Haut versagten ihren Dienst.

Ich weiß recht gut, daß von den tausend und ein mcdicinischenKollegien des Landes kein einziges einen Graduirten aufweisen wird,der diese Theorie nicht zu verlachen bereit wäre, wenn er auchhöchst wahrscheinlich nicht im Stande ist, eine bessere zu Tage zufördern so leicht ist das Niederreißeu und so schwer das Aufbauen.

Meine Absicht geht übrigens bloS dahin, dem Leser einen all-gemeinen Begriff von der Lage meiner armen Schwester zu geben.In ihrem Gesichte zeigte sich nicht sowohl eine wirkliche Spur vonKrankheit als vielmehr jener Ausdruck, den die Franzosen mit dembei ihnen üblichen Worte ,fatixue° so treffend bezeichnen. Grace'sGestalt war schon von Natur so zart, daß eine geringe Abnahme