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„Und Mrs. Bradfort hat Dich als ihren Erben hinterlaffen?Es ist jetzt Zeit, Dir zu dieser günstigen Wendung Glück zu wün-schen. Wie ich höre, ist ihr Vermögen durch Frauenhand, undzwar von eurem und ihrem gemeinschaftlichen Ahnherrn auf siegekommen, und so ist also nicht der mindeste Grund vorhanden,warum Du durch ihr Vermächtniß nicht hättest bedacht werdensollen. Aber Lucy — ich hoffe, sie ist doch nicht ganz vergessenworden?"
Ruprecht wurde unruhig und ich sah, daß er am Spannhakenzappelte. Wie ich später entdeckte, wünschte er den wahren That-bcstano vor der Welt geheim zu halten, und mußte doch Wohlvorhersehcn, daß ich denselben wahrscheinlich von seinem Vater er-fahren würde. Unter diesen Umständen hielt er'S für'S Beste, michzum Vertrauten zu machen.
Wir schlenderten auf den Promenaden zwischen der Trinily-und Panlskirche — damals den modischsten der ganzen Stadt —auf und ab; ehe er mir also sein Gehcimniß eröffnete, führte michmein Gefährte über den Oswego-Markt und Maiden-Lane hinab,um sich nicht vor den vornehmeren Steinen und Pfählen zu ver-rathen. Er öffnete die Lippen nicht früher, als bis er den Markt-platz hinter sich hatte; dann erst enthüllte er mir seine Klagen undentwickelte dabei etwas mehr von seiner früheren vertraulichen Weise,als er im ersten Theile unserer Unterredung an den Tag zu legenfür paffend gefunden hatte.
„Du mußt wissen, Miles," so Hub er an, „daß MrS. Brad-sort eine recht eigene Frau — ja in der That eine sehr eigeneArt von Person war. Eine treffliche Dame, das will ich gernezugcben, die auch ein höchst erbauliches Ende genommen hat,aber immerhin eine Dame, welche, wie ich hörte, diese Eigenhei-ten zugleich mit ihrem Vermögen erbte. Die Frauen, weißt Du,setzen sich oft die tollesten Dinge in den Kopf, und amerikanischeFrauen noch mehr als alle anderen, denn eine Republik ist einer