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„Beide stehen gut und find der Art, daß keine junge Dameetwas dawider einwenden kann. Er gilt sogar für reich."
„Gott sey Dank! So bewirbt er sich doch nicht um Lucyin der Hoffnung auf eine» Theil von MrS. Bradfort's Erbschaft."
„Nichts weniger als das. Es ist so leicht, Lucy um ihrerselbst willen zu lieben, daß selbst ein Glücksjäger bei ihr in Gefahrgeriethe, sich in seiner eigenen Schlinge zu fangen. Mr. Drewettist aber der Nothwendigkeit enthoben, ein so niedriges System desGelderwerbs zu betreiben."
Damit die jetzige Generation nicht irre geleitet werde und sichetwa einbilde, die Glücksjägerei sey erst seit den letzten zwanzigJahren über uns hereingebrochen, so will ich hier beifügen, daßsie auch schon ^nno 1802 in unserem Lande bestand, wenn auchnicht als förmlicher Handelszweig, als regelmäßige Beschäftigung —wie sie dies im Jahre 1844 geworden ist. Es gab allerdings auchdamals Männer wie Frauen, welche bereit waren, jeden oder jedezu heirathen, die sie reich machen konnten; doch glaube ich nicht,daß Beides sich damals schon zu jenem Berufe gestaltet hatte, in wel-chem jedes der zwei Geschlechter regelmäßige Lehrjahre durch zumachen hat, wie dies heut zu Tage getrieben wird. Jedenfallsaber ging das Geschäft „seinen Gang" — um mich der Landes-sprache zu bedienen — manchmal sogar nicht ohne auffallenden Erfolg.
„Du hast mir nicht gesagt, Graee," begann ich abermals,„ob Du glaubst, daß Lucy an den Aufmerksamkeiten dieses HerrnGefallen findet oder nicht."
Meine Schwester sah mich eine Weile aufmerksam an, als obsie sich überzeugen wollte, in wie fern ich eine solche Frage mitGleichgültigkeit zu stellen vermöchte oder nicht.
Man wird sich erinnern, daß über unsere Gefühle gegen dieGefährten unserer Kindheit zwischen uns Beiden noch nie einemündliche Erklärung stattgesunden hatte und daß Alles, was wir voneinander wußten, uns bloß durch Vermuthungen bekannt geworben war..