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„Da habt ihr sie, meine jungen Damen! Eure reizendenAugen haben nie zuvor solche Perlen gesehen."
Die weibliche Natur konnte den Ruf des Entzückens nicht unter-drücken, der nunmehr erfolgte. Sogar Ruprecht, der für persön-lichen Schmuck jeder Art eine merkwürdige Schwäche besaß, legteseine Cigarre bei Seite und näherte sich bis auf den vorgeschriebenenAbstand, um desto besser bewundern zu können. Alle stimmtendarin überein, New-Dork habe nichts dergleichen aufzuwcisen. Icherwähnte sodann, daß ich die Perlen selbst aus der Tiefe der Seeheraufgefischt habe.
„Und wie sehr das ihren Werth eihöht!" bemerkte Luch leise,aber in ihrer warmen, aufrichtigen Weise.
„Nicht wahr. Miß Wallingford, das heißt ein wohlfeilerErwerb?" fragte Emilie mit einem Nachdruck, der mir höchlich mißfiel.
„Sehr wohlfeil; wiewohl ich Lucy darin beistimme, daß ebendieser Umstand die Perlen nur noch werthvoller macht."
„Wenn Miß Mcrton meine Anklage der Verrätherei vergessenund sich herablassen will, das Halsband anruziehen, so werdet ihres noch in einem ganz anderen Glanze sehen, als eben jetzt. Wennein hübsches Halsband ein hübsches Mädchen verschönert, so ist derVortheil jedenfalls gegenseitig: ich habe meine Perlen schon einmalan dielen, Nacken gesehen und weiß, welche Wirkung sie üben."
Ein Wunsch von Grace kam meiner Bitte noch zu Hülfe undEmilie legte den Schmuck um ihren Nacken. Die blendende Weißeihres Teints verlieh den Perlen einen Glanz, wie sie ihn allerdingsvorher nicht besaßen: man wußte kaum, was man mehr bewundernsollte — die Perlen oder die Fassung.
„Ach wie wundervoll schön sie sich jetzt ausnehmen!" riefLucy in großherziger Bewunderung. „O, Miß Merton, Sie solltenimmer Perlen zum Schmucke tragen."
„Diese Perlen, meinst du, Lucy," warf Ruprecht ein, der mit