„Ei, da Du sagst, daß die Meltons zu der Parthie gehören,so muß ich, den!' ich, schon mitgehen, es möchte sonst gar zu un-gastlich herauskommen. Ich wünschte, MileS, daß Du auch beieinigen von den Familien auf der andern Seite des Flusses Besucheveranstaltetest: es gibt viele recht achtbare Leute auf wenige Stun-den von Clawbonny."
„Mein Vater, mein Groß- wie mein Urgroßvater haben esseit den letzten hundert Jahren so ,veranstaltet' — wie Du'S nennst— daß sie sich recht gut mit der Westseite behalfen und wenn wirauch nicht ganz so vornehm sind, wie der Osten, so werden wirunS doch gut genug daselbst gefallen. Der Wallingfvrd geht frühMorgens unter Segel, um der Ebbe auszuweichen und ich hoffe,Eure Lordschaft werden zeitig aufstehen und uns nicht auf sich war-ten lassen. In letzterem Falle wäre ich unvornehm genug. Euchganz zurückzulassen."
Jch verließ Ruprecht mit einem Gefühle, worin Aerger undMißvergnügen sich vereinigten, möchte aber darum nicht verkanntwerden, besonders da ich weiß, daß ich für eine halsstarrige Ge-neration schreibe. Ich habe mir nie beigehen lassen, eine Sachedeßhalb zu verschreien, weil ich sie selbst nicht besaß; ich kanntemeine eigene Stufe auf der Gesellschaftslciter recht gut und neigtemich — wie ich schon oben bemerkte — durchaus nicht zu demGlauben, als ob ein Mann so gut wäre wie der andere. Ichwußte recht wohl, daß dies weder der Natur noch den socialenVerhältnissen nach — in politischen Grundsätzen so wenig wie in po-litischen Wahrheiten für richtig gilt. Zu gleicher Zeit konnie ichnicht glauben, daß die Natur die Menschen, in der Ordnung derErstgeburt vom Vater zum Sohne, ungleich geschaffen habe. Allediese Thatsachen zusammengefaßt, war ich gerne geneigt zuzugeben,daß Gewohnheiten, Erziehung, Umgang, zuweilen auch Zufall undLaunen gewisse Gränzlinien ziehen, welche im Ganzen große Wohl-