Druckschrift 
18 (1845) Miles Wallingfords Abenteuer zu Land und zur See
Entstehung
Seite
468
Einzelbild herunterladen
 

468

solches gewesen, wie es jede Frau, ohne sich dessen zu schämen, mitihrem Namen verknüpfen lassen darf. Doch genug davon; ichhabe Peggy Perott ausgebracht und ihr seyd verbunden, auf ihrWohl zu trinken" da« war schon geschehen;und nun, Muhme,nachdem ich durch den Feuerofen gewandelt"

Unversengt?" fragte Lucy und wollte sich fast todt lachen.

Ja, Miß, unversengt: nun also, Muhme, ich fordere Sieauf, uns mit einem Toaste zu beehren."

MrS. Bradfort war schon seit vielen Jahren Wittwe undstand verschanzt hinter der Rüstung ihres Standes. An solcheAufforderungen gewöhnt, welche ihr in jüngeren und hübscherenJahren weit häufiger als in neuerer Zeit zugekommen waren, ergriffsie ihr Weinglas mit vollendeter Selbstbeherrschung und gab ihrenToast mit der bewußten Würde einer Dame, welche man schon oftvergeblich zu veranlassen gesucht hatte:ihre Stellung zu verändern."

Ich bringe euch meinen lieben alten Freund, den vr. Wilson,"sprach sie aufstehend und mit verstärkter Stimme, als ob sie derNachforschung Trotz bieten wollte.

Eine unverheiralhete Person hatte die Verpflichtung, gleichfallseine solche zum Toaste zu wählen und die Wittwe war diesem Ge-brauche treu geblieben, denn dergute vr. Wilson" war ein halb-abgenutzter Geistlicher, welchen Niemand im Verdacht haben konnte,als ob er ein anderes Gefühl als das der Freundschaft einzu-flößen vermöchte.

Liebste Beste!" rief Mr. Hardinge ernsthaft;wie sindSie doch so viel besonnener als ich selbst, MrS. Bradford. Hatteich mich nur einen Augenblick bedacht, so hätte ich den Doktorgewählt, denn ich siudirte mit ihm und halte ihn sehr in Ehren."

Dieser Beweis seiner Einfalt ries ein neues Gelächter hervorwie wir doch in jener Nacht so leicht über Alles lachen konnten!und brachte den trefflichen Geistlichen noch etwas mehr in Ver-wirrung. MrS. Bradfort forderte nun mich auf, wie ihr Hausrecht