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betrachteten die Scene, während das Schiff vor einer guten Süd-ostbrise aufwärts glitt. Ich beobachtete voll Neugierde die Mienenmeiner Gefährten, denn ich besaß die ganze Reizbarkeit eines Neulingsund Provinzbewohners in Betreff der Meinungen der Fremden überAlles, was mein Vaterland anging. Ich konnte bemerken, wie derMajor nicht sehr zur Bewunderung hingerissen ward und fühlte michdamals enttäuscht, wie auch jetzt meine Meinung hierüberbeschaffen sehn mag.
Emilie erfüllte meine Hoffnungen besser. Mochte nun dasreizende Mädchen den ungeheuren Contrast zwischen der unbegränztenWasserfläche dcS OceaneS und der vor ihr ausgebreiteten Scenewirklich fühlen, oder wollte sie nur ihrem Wirthe eine Freudemachen — sie zögerte nicht, ihr Entzücken laut werden zu lassen. Ichverhehlte ihr nicht, wie sehr mich dies freute und so endete unserelange, lange Reise, welche, den Längengraden nach gerechnet, bei-nahe den ganzen Umfang der Erde umfaßte — im Austausche derfreundlichsten Gefühle.
Das Schiff stand jenseits Bedlow'S und der Lootse hatte ebendie Segel zu kürzen angefangen, als ein auf der Thalfahrt begrif-fener Schooner unser Vorderreitknie kreuzte. Ich war mit derallgemeinen Bewegung in der Bai zu sehr beschäftigt gewesen, umein so kleines Fahrzeug zu beachten; da dasselbe aber ganz inunserer Nähe vierte, so mußte ich doch unwillkürlich meine Augendarauf richten. In demselben Augenblick vernahm ich einen Rufvon Neb, der eben eines der Bramsegel beschlug: eS war einerjener unwiderstehlichen „Neggerjauchzer", wie sie dem Burschen oftunwillkürlich entfuhren.
„Was willst Du mit Deinem Gebrüll auf der Kreuzbramraa?"ries ich ärgerlich, denn der Ton auf meinem Schiffe war jetzt einGegenstand von Wichtigkeit für mich geworden. „Haltet'S Maul,Sir, oder ich werde Mittel finden. Euch in der Kunst zu schweigenzu unterrichten."
MileS Walllugford. 29