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„Und am andern Morgen wurdet Ihr' von dem Steinhauergefunden, als er sich wieder mit dem Meißel an die Arbeit machte?"
„Ein Prophet hätte das, was geschah, nicht besser vorher sagenkönnen. Allerdings wurde ich daselbst aufgefunden und dies warnun auch das erste Mal, daß ich mit knapper Nolh dem Ver-derben entkam. Als nämlich der Steinmetz den Korb erblickte, tuwelchem er, wie es scheint, am Tage zuvor sein eigenes Mittagessenherbeigetragcn und ihn auf dem Heimwege mitzunchmen vergessenhatte, wollte er solchen mit einem tüchtigen Schütteln ansleercn, eheer ihn dem Kinde übergab, daS ihn nach Haus nehmen und aufsNeue füllen lassen sollte — da kam ich auf den kalten Stein her-anSgerollt und lag, kaum eine Woche alt, dem Grabe so nahewie der Leichenstein."
„Armer Freund — Ihr konntet dies natürlich nur durch spätereErzählung erfahren. Und was geschah nun weiter mit Euch?"
„Wenn man die Wahrheit so recht genau wüßte, so würdeman vermuthlich herausbringen, daß sich mein Vater in der Nähedes Hofes befand und ich beneide wahrlich den alten Herrn durch-aus nicht um seine Gefühle, wenn er überhaupt über Dinge undVerhältnisse ein Bischen nachdachte. Steinhauer sind, wie ich glaube,von Natur hartherzig und so wurde ich ins Armenhaus geschickt.Der Umstand, daß ich unter jenen Leuten auSgesetzt worden war,bestärkt mich noch mehr in dem Glauben, daß mein eigener Vaterzu diesem Gewerbe gehörte, denn sonst hätte es nicht so gehenkönnen. Auf alle Fälle lief ich bald in den Armenhausbüchern unddas Erste was sie mit mir Vornahmen, war — mir einen Namenzu geben. Eine Woche lang war ich bloS Nro. 18; im Alter vonvierzehn Tagen hieß ich MoseS Marble."
„Es war ein alterlhümlicher Name, den Eure „Taufpathen"wählten i"
„So ziemlich — der Name Mosis wurde, wie man mir sagte,