„Kapitän Marble!— Ihr setzt n,ich durch diese Sprache in Er-staunen, Sir; doch ist cs nichts weiter als ein augenblickliches Ge-fühl, das Euer eigener gesunder Verstand — ja auch Euer Pflicht-gefühl gegen die Schiffseigner Euch überwinden helfen wird."
„Nie habt Ihr Euch mehr in Eurem Leben geirrt, MasterMileS Wallingford," gab Marble feierlich zur Antwort. „In demAugenblick, da ich das Schiff erkannte — und das war sobald ichsein gewahr wurde — habe ich dies Alles überlegt und von jenemMomente an war mein Entschluß gefaßt. Ich kann nicht so nie-derträchtig sehn, um mich noch in der siebenten Stunde hereinzu-stehlen und mir Euren Muth, Eure Geschicklichkeit zu Nutze zumachen. Neberdieg habe ich gar. kein gesetzliches Recht auf dasKommando des Schiffs: es war länger als vierundzwanzig Stundenin Feindeöhänden und verfällt also den üblichen Gesetzen über Wic-derbeifahung und Bergelohn."
„Aber die Schiffseigner, Kapitän Marble — erinnert Euchdoch, daß wir zu Canton eine Ladung einznnehmen haben und daßgroße Interessen auf dem Spiele stehen."
„Beim heiligen Georg, das könnte mich in meinem Entschlüssenur noch mehr bestärken. Schon von Anfänge an war ich der An-sicht, daß diese Dinge in Euren Händen besser als in den meinenaufgehoben wären; Ihr habt eine Erziehung genossen und das istein wundervolles Ding, Miles. Kommt es darauf an, ein Schiffzu stauen und zu lenken, es in schwerem Wetter zu führen undmeinen Weg durch den Ocean zu finden — da werde ich freilichvor Niemand die Segel streichen: was anders aber ist es, wennsichs um Zahlen und Rechnungen handelt."
„Ihr täuscht mit all' dem meine Erwartungen aufs Empfind-lichste, Sir; wir haben so Vieles mit einander bestanden —"
„Nur nicht die Wiedereroberung die se S S chiffeS,Knabe."
„Aber sie war ja Euer Gedanke und wäre ohne diesen Un-fall auch Eure That geworden."