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entdecken. Wir kreuzten den ganzen Tag in der Nähe des Platzes,in der Hoffnung, wenigstens das Boot anzutreffen — alleinohne Erfolg.
Ich befand mich nunmehr in einer völlig neuen Lage. Kaumvor zwölf Monaten halte ich als dritter Offizier der Krisis meineHeimath verlassen, war regelmäßig zu deren erstem Offiziere vor-gerückt und fand mich jetzt in Folge einer traurigen Katastropheallein auf dem stillen Ocean, für das Wohl meiner Schiffsherrnsowie für das von vierzig anderen menschlichen Wesen verpflichtet —und das Alles, noch ehe ich mein zwanzigstes Jahr erreicht hatte!
Marble's Angriffsplan war mir immer tollkühn und unaus-führbar vorgekommen — blos weil es sein Plan war und nichtder meinige. Was den Versuch zur See betraf, so hegte ich nochimmer dieselbe Meinung und hatte von Anfang an einen Neberfallan der Küste für weit hoffnungsreicher gehalten. Dann bliebenauch Emilie, deren Vater, die Ehre unserer Flagge unv der Ruhm,den ich mir persönlich erringen konnte, bei mir nicht ohne Einfluß,und da mit Sonnenuntergang alle Hoffnung, das Boot auszufindcn,verschwunden war, so befahl ich, den früheren Kurs wieder ein-zuschlagen.
Der Verlust des WallfischbooteS traf uns in einer beiläufigenEntfernung von etwa zweitausend Meilen von der Westküste Süd-amerikas. Wir hatten also noch einen weiten Weg vor uns undda ich ohnehin an der Identität des früher entdeckten Schiffesmit der KristS stark gezwcifelt hatte, so mußten wir uns jetzttüchtig rühren, wenn etwas gegen unsere alten Feinde ausgeführtwerden sollte.
Der Leser wünscht vielleicht zu wissen, wie meine Nachfolgeim Kommando des Schiffs von der Mannschaft ausgenommenwurde. Niemand hatte wohl je unbedingteren Gehorsam gefunden.Ich war meine sechs Fuß einen Zoll hoch, von starkem, gewaltigemKörperbaue, ein guter Seemann und durch zwölfmonatliche Erfahrung