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' Um zehn Uhr brach der Sturm mit tropischer Heftigkeit undso unerwartet kos, daß Jedermann davon überrascht wurde. EineBö hatte man erwartet, doch erst nach Ablauf mehrerer Stundenund ehe dieser Augenblick käme, hatten wir alle gehofft, das Wall-fischboot zurückkehren zu sehen. So aber überfiel uns der Sturm,als wir eben am wenigsten darauf gefaßt waren: der erste Wind-stoß warf den kleinen Schooner mit einem Ungestüme nieder, wel-ches uns überzeugte, baß es den Elementen Ernst war.
Eine Viertelstunde nach dem ersten Ausbruch stand mein Schoo-ncr unter gerefftem Focksegel, und selbst bei so weniger Leinwandgab es noch Augenblicke, wo das Schiffchen, gegen den Gipfelder Wogen fich hinankämpfend, aus dem Wasser emporfliegen zuwollen schien.
Meine Hauptbesorgniß drehte sich übrigens um das Boot, vondem jetzt nichts mehr zu sehen war. Marble'S Befehle hatten keinenZwischenfall, wir dieser Orkan, vorgesehen und der Verkehr mitihm war nun unterbrochen. Auf dem Schooner wurde natürlichangenommen, das Boot würde, sobald man die Gefahr vorherge-sehen, an uns aufzuschließen suchen und da dieß wahrscheinlich ineiner convergirenden Linie geschah, so waren alle unsere Anstren-gungen darauf gerichtet, den Schooner hinter dem Boote zu hal-ten, damit dieses den Bereinigungspunkt zuerst erreichen möchte.
Auf diese Art blieb noch eine Möglichkeit, daß Marble denSchooner auffand, während wir selbst wenig Aussicht hatten, dasBoot zu entdecken. Wir führten zwar mehrere Lichter; aber sobaldfich einmal der Regen eingestellt hatte, wäre sogar ein Freuden-fencr auf hundert Schritte unsichtbar geblieben. Das Wasser goßwie aus Eimern auf uns nieder, hörte zuweilen auf und kehrtedann in Strömen zurück.
Eine so furchtbare Nacht hatte ich noch nie erlebt; sogar jeneSchreckensnacht, wo Smndge und seine Genossen den Kapitän Wil-liams ermordet und das Schiff erobert hatten, war eine Zeit der