Druckschrift 
18 (1845) Miles Wallingfords Abenteuer zu Land und zur See
Entstehung
Seite
366
Einzelbild herunterladen
 

366

denselben Weg wie wir verfolge nnd nur durch besseres Luven wind-wärts von uns gerathcn sey. Wir hatten zu viel auf die Luvgierdes SchoonerS gerechnet, so daß man ihn während der Nachtwachenmehr als nöthig hatte absallen lassen.

Die Pretty Poll wnrde nun in den Wind gepreßt, in derHoffnung, während der Nacht an unsere Beute aufzuschließen.Der Wind war aber schon seit mehreren Stunden immer schwächerund schwächer geworden und gegen Mittag, als wir uns demFremden schon so weit genähert hatten, daß wir ihn vom Deckaus sehen konnten, war alle Aussicht zu einer förmlichen Windstillevorhanden; hier, in der Region der Passatwinds, wäre es einwahres Wunder gewesen, wenn dann nicht eine steife Kühle gefolgtwäre. Um nun unsere Zeit nach Kräften zu benützen, beschloß Marblezu vieren, nachdem wir das fremde Segel eben einen Punkt wind-wärts von unseren, Lnvbug gebracht hatten.

Eine Stunde nach Ausführung dieses Manövers sahen wireinen Gegenstand auf dem Ocean treiben; wir hielten etwas ab,um näher zu kommen und erkannten bald ein Wallsischboot, dastriftig geworden war. Es zeigte amerikanische Bauart, hatte eineWassertonne, Ruder und alle sonstigen Erfordernisse, und da dieFangleine los war, so mochte cS wohl in der Nacht am Schlepptaugezogen worden und weil eg mit drei Halbstichen befestigt ge-wesen verloren gegangen seyn.

Sobald sich Marble von der Beschaffenheit dieses Bootesüberzeugt halte, war auch alsbald sein Plan gefaßt. Die vierSandwich-Insulaner waren schon auf Wallfischbovten gewesen; erbeorderte sie deßhalb in den Nachen, ließ etwas Rum und etlicheLebensmittel hineinschaffen, bestieg eS dann selbst, indem er mir dienöthigen Befehle gab und ruderte mit fünf Knoten Geschwindigkeitdavon, dem Schooncr überlassend ihm selbst mit zwei KnotenSchnelle zu folgen. Dies geschah etwa eine Stunde vor Sonnen-untergang und als es endlich dunkel wnrde, befand sich das Boot,