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„Master MileS, mit den Austern da muß irgend 'was ange-fangen werden! Sie riechen unverantwortlich und die Leute schwören,sie wollten sie über Bord werfen, wenn ich sie nicht bald esse —ich bin aber dazu nicht hungrig genug, Sir."
Er meinte die schon erwähnten Perlcnmuscheln, welche in derHitze des Kielraums der Fäulniß und Zersetzung rasch entgegen-gingen. Da der Kapitän bei diesem Theile der Ladung ebensogutwie ich selbst betheiligt war, meldete ich ihm den Stand der Dingeund er befahl, die Fässer und Körbe sofort auf das Verdeck zuschaffen. Es war in der That gut, wenn etwas geschah, dennsonst hätte es am Ende eine Krankheit gegeben. Da man übrigensin der Regel durch den ZersetzungSproceß zu den Schätzen dieserThiere zu gelangen suchte, so befand sich Alles genau in dem Zu-stand, wie wir es wünschten.
Ein unbetheiligter Zuschauer würde nicht übel gelacht haben,wenn er während der nächsten vier Stunden unserem Treiben aufdem Quarterdeck zuzusehen hätte. Marble und die beiden Steuer-männer machten einen Angriff auf eine dem Kapitän angehörendeTonne, während Neb und ich mit meinem eigenen Antheil beschäf-tigt blieben. Es war übrigens ein schwer Stück Arbeit, da derGeruch an Stärke den der Gewürzinseln weit übcrtraf: wir hieltenjedoch Stand — denn was erträgt der Mensch nicht um desReichthumS willen?
Marble sah die Schwierigkeiten voraus, und hatte den Steuer-männern sogleich angekündigt, daß sie „auf Theilung öffnen woll-ten." Dieß übte einen tröstenden Einfluß und so ging das Werkmit vieler Heiterkeit und unter den tollsten Grimassen mit ziem-licher Geschwindigkeit vor sich. Gleichwohl bemerkte ich, daß Tal-cott eine oder zwei von den Muscheln, welche ohne Zweifel un-gewöhnlich zäh waren, nach höchst oberflächlicher Untersuchungüber Bord warf.
Die ersten sieben Austern, die mir in die Hand kamen, ent-