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Ja so lebhaft stand mir eine dieser Scenen vor Augen, daßich die weiche, zarte Hand wirklich zu fühlen glaubte und sie in derThat geraoc küssen wollte, als mir etwas, was zwar sehr glatt,aber nichts weniger als sanft war, zwischen die Zähne geschobenund so stark um den Mund zusammengezogen wurde, daß ich keinenLaut auSzustvßen vermochte. Zu gleicher Zeit wurden meine Armeerfaßt und wie in einem Schraubstock festgehalten.
Ich drehte mich um, so weit ich'S vermochte und fand, daßder Schuft von Smudge nur einen Zoll hinter mir gealhmet hatte,als er mir den Knebel in den Mund steckte, während der Duckerdamit beschäftigt war, mir die Arme hinter dem Rücken zusammenzu binden. Alles war so plötzlich und mit so viel Geschicklichkeitausgeführt worden, daß ich mich fast in einem einzigen Augenblickals hülflosen Gefangenen sehen mußte!
Da ich ebenso wenig Widerstand leisten als Lärm machenkonnte, wurde ich alsbald, an Händen und Füßen gebunden, mitaller Sorgfalt in die Kühl, wo ich etwas außer dem Wege war,geschafft; mein Leben verdankte ich wahrscheinlich bloS Smudge'SWunsche, mich als Sklaven für sich zu behalten. Von dieseürAugenblicke an war jeder Schein von Stumpfheit aus dem Gesichtund dem ganzen Wesen des Burschen verschwunden und er tratvon jetzt an als der leitende Geist und so zu sagen, die Seele beiferneren Schritten seiner Kameraden auf.
Da saß ich denn, an eine Spiere gebunden, gänzlich unfähigmir selbst zu Helsen, ein unfreiwilliger Zeuge der folgenden Vor-gänge. Zch fühlte die hohe Gefahr unserer Lage, mehr aber nochdie Schande, daß ein solcher Ueberfall während meiner Wache sichereignet hatte, ja dieses letztere Gefühl lag mir, glaub' ich, weitnäher als die persönliche Gefahr, der ich niich auSgesetzt sah!
Vor Allem ward ich nun entwaffnet: dann nahm der Duckereine Laterne, die auf dem Kompaßhäuschen stand, zündete sie anund ließ sie eine halbe Minute lang über den Hackbord hinauS-
MileS Walliugford. 18