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überböten. Ich suchte ihn durch die Bemerkung zu trösten, daß„nicht immer der Schnellste den Sieg im Wcttlauf dovon trage":er brummte auch so etwas wie eine Antwort, verwünschte alleSvrüchwörter und wünschte zu wissen, aus welchem Buche ichdiesen Unsinn aufgeschnappt habe.
Ich hege keineswegs die Absicht, bei jedem kleinen Ereignissezu verweilen, das uns auf diesem weiten Wege betraf. Wir be-rührten Madeira, wo wir eine englische Familie ans Land setzten,welche einem Kranken zn lieb den dortigen Aufenthalt suchte, undsegelten wieder weiter, nachdem wir etwas Früchte, frisches Fleischund Gemüse eingenommen hatten.
Unser nächster Haltpnnkt war Rio, wo der Kapitän Briefeaus der Heimath erwarten sollte: er empfing sie auch wirklich, an-gefüllt mit Lobsprüchen über unser braves Benehmen — sie warennämlich nach Ankunft der vamo <Iv Nantes geschrieben — ich selbstaber vermochte zu meiner großen Enttäuschung unter allen Schreibe»auch nicht eine Linie für mich aufznfindcn.
Unser Aufenthalt zu Rio dauerte nur kurz und wir verließende» dortigen Hafen mit günstigem Seitenwind, der uns nach we-nigen Tagen bis zum fünfzigsten Breitegrad führte; jemchr wiruns aber der Südspitze des amerikanischen Festlandes näherten,desto häufiger wurden Stürme und widrige Winde. Wir befandenuns nun in dem Monate, der mit dem November in der nördlichenHemisphäre korrespondirt und sollte» in dieser ungünstigen Jahres-zeit das Kap Horn umschiffe», um unsere Fahrt Westwärts fortzusetzen.
ES gibt wohl keinen Theil der Welt, über welchen die See-fahrer so widersprechende Berichte, wie über diese Durchfahrt, ge-liefert haben; jeder scheint sie eben gerade so, wie er sie fand, be-schrieben Zn haben, während von Allen nicht zwei sie ganz gleichgetroffen haben müssen. Ich erinnere mich nie von Windstillen inder Nähe des Kap« Horn gehört zu haben; wohl aber sind leichteWinde daselbst keineswegs selten, wenngleich Stürme unzweifelhaft