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wissen zu lassen, wie eS bei ihnen stünde, wenn wir einmal fortwären; was Lucy betrifft, so sind mir ihre Krähensüße dermaßenzuwider, daß ich mich niemals danach sehnen werde."
Ich fühlte mich verletzt, ja beleidigt, daß meine Schwestereinem andern jungen Manne außer mir schreiben konnte. DerBrief war zwar an meinen Busenfreund und Mitabentcurer ge-richtet, der gewissermaßen mit uns zu einer Familie gehörte undich war in keiner andern Erwartung auf das Bureau gegangen,als um einen Brief von Ruprechts Schwester in Empfang zu neh-men, welche mir noch auf der Werste unter Weinen dasselbe Ver-sprechen gegeben hatte — aher es war doch ein Unterschied, obmeine Schwester einem andern jungen Manne schrieb oder ob einesandern jungen Mannes Schwester an mich einen Brief richtete.Ich bin mir noch jetzt nicht recht klar in der Sache; daß aber einUnterschied bestand, das weiß ich gewiß.
Von Grace'S Schreiben wollte ich nichts sehen und ging alsoweiter nach dem Büreau, um zwei Minuten später, nicht ohne eineMiene beleidigter Würde, mit Lucp's Brief in der Hand zurückzu-kehren.
Im Ganzen war der Inhalt beider Briefe durchaus nicht derArt, daß er unsere Empfindlichkeit aufregen konnte. Jeder der-selben war mit der ganzen Aufrichtigkeit, der Wahrheitsliebe und demlauteren Gefühle einer edelmüthigen, warmherzigen Freundin, derenAlter überdies an der Reinheit ihrer Motive nicht zweifeln ließ,an ihren jugendlichen Vertrauten gerichtet, der kein Recht besaß,diese Gunst als etwas Anderes, denn was sie wirklich war, nämlichals einen Beweis inniger Jugendfrcundschaft — zu betrachten. BeideSchreiben liegen jetzt vor mir und als kürzestes Mittel, den Lesermit der Wirkung unserS Verschwindens zu Clawbvnny bekannt zumachen, will ich sie hier für ihn abschreiben. Grace'S Briefchenlautete folgendermaßen: