ihm eine Schluppe, welche regelmäßig zwischen Nen-Uork undSouthold hin nnd her ging, mit welchem Geschäfte der gute alteMann seine Zeit ansfüllte und einer vcrwittweten Schwester, welchebei ihm wohnte, die Mittel zu einem behaglichen Dasein schuf.
Die einzige kleine List, deren Mary sich je schuldig mackte,wurde kurz nach Stimson's Tod, und sechs bis acht Jahre nachihrer Verheirathung in's Werk gesetzt. Eine ihrer Schulsreundin-nen, eine Verwandte, hatte einen Mann gcchelicht, welcher „westlichvon der Brücke" wohnte, wie man Alles zu nennen pflegt, waswestlich vom Cayuga-See liegt. Dieser Mann hieß Hight, besaßMühlen, und lieferte eine große Menge jenes vortrefflichen Mehles,das sich selbst in der alten Welt eines wohlverdienten Rufes zu er-freuen beginnt. Er war geneigt, mit NoSwell in Geschäftsverbin-dung zu treten, nnd dieser verkaufte seine Besitzung nnd wundertenach dem „großen Westen" ans, wie man das Land „westlich vonder Brücke" damals nannte, während man jetzt tausend Meilenweiter ziehen muß, wenn man das sogenannte „westliche Land"erreichen will.
Mary hatte sich sehr bemüht, diese Auswanderung zu Standezu bringen. Sie hatte bei ihrem Gatten eine gewisse Sehnsuchtnach dem Meere und nach Robben nnd Wallfischen bemerkt, nndhielt ihn nicht für geborgen, so lange sie ihn in dem Bereiche desduftigen Salzwassers wußte. Und wahrlich, das Entzückende diesesWohlgcruches kann nur der gründlich würdigen, welcher ihn in sei-ner Jugend eingcsogcn hat, und dieser Eindruck bleibt, solangeman sich gesunder Sinne erfreut. Eine sich mehrende Familie je-doch, und das Eldorado des Westen, welcher Waizcn hervorbrachte,waren Veranlassungen, dahin auszuwandern, nnd da Mary ihrenEinfluß geltend machte, wurde der gewünschte Plan ansgeführt,und länger als zwanzig Jahre war Roswell Gardiner in einer derwestlichen Grafschaften des „Hcrrscherstaates", wie Nen-Uork sichgern nennen hört, ein gedeihlicher Müller in einem großen Maßstabe.
Die Seelöwcn. 35