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29 (1854) Die Seelöwen, oder die verlornen Robbenjäger : Roman
Entstehung
Seite
537
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jeder Andere, meine Briefe lesen, wann und wo es mir beliebt?Wenn jedoch der Inhalt dieses Schreibens in irgend einem Zusam-menhänge mit der Hinterlassenschaft des verstorbenen«.'!: DecansPratt steht, bin ich ganz gewillt, ihn mitzutheilcn. Die Aufschriftenthält keine Andeutung, daß ich den Brief in Gegenwart vonZeugen offnen soll, ich ziehe es jedoch unter allen Umständen vor,dieß zu thun."

Roswell schickte sich nun ruhig an, den Umschlag zu lösen. DasSiegel war bereits gebrochen, und er ließ dieß alle in dem ZimmerAnwesende mit einem bedeutsamen Lächeln sehen, worauf er eineUrkunde, welche auf einen einzelnen Papicrbogen geschrieben warund am Schluffe die Unterschrift mehrerer Zeugen hatte, heraus-nahm und entfaltete.

Ja, ja, das ist's," sagte der Köder-Joseph, denn all-mählig hatte sich das Zimmer mit Leuten aller Art gefüllt,dasist die Urkunde. Ich habe sic erkannt, sobald ich sic ansichtigwurde."

Und was wißt Ihr davon, Josv?" fragte die Wittwe ärger-lich.Es wird sich finden, Vetter Job, daß dieser Bursche einenwichtigen, gewaltigen Zeugen abgibt."

Was ich davon weiß, Mistreß Martin? Nun, ich habe gese-hen, wie der Dccan sie unterschrieben und besiegelt hat. Sobaldich hörte, daß Squire Crast, welcher dieses Geschäftes wegen vonRiverhead herüber gekommen war, von Schiff und Siegel sprach,wußte ich, daß Kapitän Gar'ner bei der Sache betheiligt seinmüsse. Das Herz des Decans war bei dem Schooner und dessenReise, und ick bin überzeugt, daß ihm das Schiff den letzten Stoßgegeben hat."

Würde dieß nicht hinreichen, um jede Verfügung zu Gunstendes Kapitäns Gar'ner und Mary s für ungiltig zu erklären, Vet-ter Job?" fragte die Wittwe halb leise.