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29 (1854) Die Seelöwen, oder die verlornen Robbenjäger : Roman
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Dreißigstes Kapitel.

Vierter Bürger.

LeSt lknS das Testament Mark Anton, leSt'S,

Di- Bürger.

DaS Testament! LeSt Cäsar'S TestamenS uns.

An toni» S.

Geduld, ihr edel» Freund', ich dars'S nicht lesen,

Ihr sollt nicht wissen, wie euch Cäsar liebte.

Shakspearc.

^üan ist in diesem Lande gewöhnlich sehr beeilt, sich derTodten zu entledigen. In keinem nns bekannten Theile der Erdesind die Leichenbestattungen so einfach oder so rührend, indem sieeher das, was des Hingeschiedenen jenseits harrt, als Rang, Reich-thum und persönliches Verdienst in das Licht stellen. In denStädten gibt man der Begleitung Schärpen und Handschuhe, aufdem Lande Handschuhe, zuweilen Florschärpcn, von diesen aber,und dem Leichentuche, und dem Sarge, und den weinenden Freun-den und Verwandten abgesehen, ist ein amerikanisches Leichenbe-gängniß ein sehr anspruchsloser Zug Menschen in ihren bestenKleidern, zu Fuß, wenn die Entfernung nicht groß ist, in ein-und zweispännigen Wagen oder zu Pferd, wenn man weit zu demGrabe zu gehen hat. Eine Sitte jedoch, welche unserem Landeeigenthümlich ist, wünschten wir geändert. Es ist die so allgemeinvorherrschende Eile, mit welcher man die Todten los zu werdensucht. Ohne Zweifel hat das Klima zu dem Aufkommen dieserSitte beigetragen, allein das Klima fordert keineswegs die Hast,mit welcher man gewöhnlich zu Werke geht.

Da so viele Verwandte aus der Ferne anwesend waren, über-nahmen einige derselben die Leitung der Vorbereitungen. Marvzog sich mit einer Schüchternheit, welche ihrem Geschlechts und ih-ren Jahren natürlich war, in sich selbst zurück, sobald ihr Oheim