Druckschrift 
29 (1854) Die Seelöwen, oder die verlornen Robbenjäger : Roman
Entstehung
Seite
523
Einzelbild herunterladen
 

523

Nur theilweise, Decan Pratt. Wir haben, seit wir Euchverließen, Glück und Unglück gehabt, wir konnten nur den bestenTheil des Schooners zurückbringen."

Den besten Theil?" sagte der Decan, und der Athcm schienilnn in der Kehle zu stecken, so daß eine kleine Pause ersolgte.Den besten Theil? Nun, um des Kapitals willen, welches darinsteckt, was ist aus dem klebrige» geworden?"

Den übrigen Theil haben wir verbrannt, Herr, um nicht zuerfrieren!"

Roswell erzählte nun kurz, aber klar uud verständlich was sichbegeben hatte, und wie er den Rumpf des Seelöwen des Decansmit dem Werkstoff überbaut habe, welchen der Seelöwe von Mar-thas Vineyard ihm lieferte.

Die Erzählung führte Mary Pratt an die Seite des Betteszurück, und fesselte ihre sanften Augen innig auf das Antlitz desSprechenden. Was den Decan betrifft, so hätte er mit Shak-speare's Wolsey sagen können:

Hält' ich nur meinem Gott mit halb dem EiferGedient, mit dem ich meinem König diente.

Er hätt' in meinem Alter mich nicht nacktAn meine Feinde überliefert.

Hier handelte cs sich allerdings nicht von dem Verluste der Macht,sondern von einer weit unedleren Leidenschaft, der Habgier. Wie'Roswell in seiner Erzählung fortfuhr, sah er in seinem Geiste, wieihm eine Quelle des Neichthums nach der andern aus der Faustgerissen wurde, und mit bebender Stimme und einem Gesichte,aus dem jede Spur von Erregung entflohen war, wagte er, sichwieder vernehmen zu lassen.

Ich muß also mein Unternehmen nicht nur als gescheitert,sondern als noch schlimmer betrachten," sagteer.Die Assecu-ranten werden sich weigern, für ein Schiff, das auf diele Weiseausgebaut worden, zu bezahlen, und diese Viueyarder Burscherücken gewiß mit Ansprüchen auf Bergelohn heraus, weil ihre