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29 (1854) Die Seelöwen, oder die verlornen Robbenjäger : Roman
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Stimson hatte oft mit Daggett gebetet und Roswcll ihm, aufseinen Wunsch, einzelne Kapitel ans der Bibel vorgclcscn, worausman schloß, der Vineyardcr beschäftige sich mehr mit seinem Endeals mit irgend einem Interesse, das mit dem Leben in Verbindungsiand. Wahrscheinlich ist dieß auch der Fall gewesen, bis die schein-bare Wiederkehr dessen, was ihm meist alsgutes Glück" gegol-ten, alte Wünsche rege machte und eingefleischte Charakterschwächenhcroortreten ließ, welche das Hcrannahen einer künftigen Welt ver-wischt zu haben schien.

NoSwell sah und beachtete dieß Alles, und die Gedanken,welche seine eigene gefahrvolle Lage, der gewisse Verlust so vielerGefährten, der wahrscheinliche Tod Daggctt's und das demüthige,aber eindrucksvolle Beispiel und die große Thcilnahmc Stimsoirshcrvorriefen, waren der Art, daß das zärtliche Herz der holdenMary Pratt darüber frohlockt hätte, wenn sie eine Ahnung davonhätte haben können.

Aber die wichtige Beschäftigung des Augenblicks, der Mittel-punkt aller Hoffnungen und Befürchtungen unserer Nobbenjägerwar der Wicderausban des verstümmelten Seelöwen. Obgleichdas lange Thauwcttcr sie in so hohem Grade begünstigt hatte, darfder Leser doch nicht glauben, daß sie bei einer Witterung gearbei-tet hätten, wie man sich deren in der gemäßigten Zone währenddes Mai's erfreut. Es waren keine Blumen, keine Spur vonPflanzenwuchs überhaupt hier zu sehen, und so oft der Wind nichtmehr rüstig aus Norden blies, trat Frost ein. Zwei- oder dreimalbrach er so kalt herein, daß man die Rückkehr des Winters erwar-ten zu müssen glaubte, und nachdem sich das freundliche Wetterdrei Wochen gehalten hatte, begann eine steife Kühlte ans demSüden heraufznblascn, cs schneite und fror.

Der Sturm begann gegen zehn Uhr Vormittags, und ehe dieSonne unterging, denn die Tage waren jetzt schon sehr lang, warenalle Zugänge um das Hans mit Schneedämmen vermacht. Die