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29 (1854) Die Seelöwen, oder die verlornen Robbenjäger : Roman
Entstehung
Seite
480
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auf ein rasches Schmelzen des Eises. Der Thermometer zeigte jetztim Freien zweiundzwanzig Grad, und die Leute sahen sich genöthigt,ihre Bekleidung dieser Temperatur gemäß einzurichtcn. Dieß warjedoch nicht Alles. Bekanntlich hat der Wind, welcher über dasSalzwasser weht, mehr als den gewöhnlichen Einfluß auf Schneeund Eis, und dieß war auch auf dem Robbenfängcrland der Fall.Der Schnee war fast überall, wo keine Windwehen lagen, ver-schwunden, während das Eis sich hinsichtlich seiner Größe und Um-risse bedeutend gemindert hatte.

Dieser Uebcrgang des Wetters von der äußersten Kälte zu be-haglicher Wärme war so wohlthuend, daß die Leute sich aus demRegen gar nichts machten, und in demselben umhcrgingcn, als be-dürften sie einer solchen Abkühlung. Einige kletterten auf die Klip-pen und suchten eine Höhe zu erreichen, von welcher aus man dasHauS sehen konnte.

Die Rückkehr dieser Leute, welche Noswcll nicht begleitet hatte,wurde mit großer Spannung erwartet. Sie kamen endlich unddas, was sie zu berichten hatten, schien in mehrfacher Hinsicht wich-tig. Der Schnee war auf der Ebene und den Bergen zumal, mitAusnahme weniger Stellen, wo er sich stark angchäuft hatte, ver-schwunden. Das Haus stand wohlerhalten und ringsum war keineSpur von Schnee mehr zu sehen. Man hatte mehrere Schiffsge-nossen auf den nackten Felsen umherwandeln sehen, und jedes Vor-zeichen deutete auf den bleibenden Frühling.

Dieß waren entzückende Nachrichten, und da die Wasserbächesich theils gemindert hatten, theils ganz verschwunden waren, brachRoswell auf, um nach dem Kap zurückzukehren, während der zweiteMaat den Befehl über das Wrack erhielt. Lee, der junge Viney-arder, welcher durch die zeitliche Ankunft unseres Helden vor demErfrieren gerettet worden, und sich den Oyster-Pondern zugesellthatte, begleitete ihn.