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wesen, sanfter gestimmt war, darf man sich nicht wundern, wenn esden jungen Mann veranlaßte, ernst über seinen wahren Zustandhinsichtlich des Sühnopfers nachzudenken, welches, wie er gern zu-gestand, für ihn, wie für Alle auf Erden, dargcbracht worden war,während er doch in demselben Augenblicke Anstand nahm, zu glau-ben, der Dulder fei in jedem andern als einem bildlichen Sinneder Sohn Gottes.
Wir haben die Absicht nicht, näher auf die religiösen GefühleMary's und ihres Verehrers einzugehcn, oder uns mit Erörterun-gen über diesen Gegenstand zu befassen, die nicht unerläßlich sind,um den Verlauf unserer Erzählung in das rechte Licht zu stellen.Zu diesem Zwecke ist cs nöthig, den Gang der Gedanken, und wirdürfen wohl hinzusctzcn, auch der Gefühle, welche Roswell's Geistund Herz zumal in Anspruch nahmen, während er in dieser Nachtallein die Terrasse entlang schritt, kurz zu entwickeln.
Nach unserer Ansicht ist das Gefühl der Demuth das erste ge-sunde Vorzeichen der moralischen Wiedergeburt des Menschen. Einehingebende Würdigung seiner Stellung und seines Wesens stimmtihn, der Offenbarung ehrfurchtsvoll zu lauschen und das zu glauben,was er nicht sehen kann.
Vielleicht war Niemand, über dessen Haupt nicht das Schwertdes Schicksals an einem Haare schwebte, in einem gceignetcrn Zu-stande, sich den Lehren der Demuth zu fügen, als Roswell Gardinerin diesem Augenblicke. Bescheiden war er stets in der gewöhnlichenGeltung dieses Wortes, und zwar ohne äußerliche Betheuerungenund Grimassen, er hatte aber eine hohe Vorstellung von dem mensch-lichen Verstände, und cs widerstrebte ihm, das zu glauben, wasseiner Erfahrung und seinen vorgefaßten Ansichten Gewalt anthat.Dicß war die schwache Seite seines Charakters, und nur die Zeit,gesteigerte Bekanntschaft mit Menschen und Dingen, oder einegnadenreiche Erleuchtung von oben konnte hier hilfreich werden.
Roswell besprach sich gewiß nicht mit Stimson in der Hoff-