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29 (1854) Die Seelöwen, oder die verlornen Robbenjäger : Roman
Entstehung
Seite
443
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Wetter es erlaubte, wurden alle oberen Werke des Schooners her-ausgenommen , das Holz in die Höhe geschafft und in dem Hauseuntergebracht. Es ergab sich bald, daß man selbst bei diesem Vor-rathe sehr haushälterisch sein mußte, und daß es nöthig werdenkonnte, den Boden des Schiffes anzugreisen. Was den Schoonerbetrifft, wie die Mannschaft den Rumpf, oder was von dein Rumpfenoch übrig mar, gern nannte, so war Alles aus ihm herausgcnom-men worden. Der gefrorene Thran war in das Haus gebrachtworden, und wurde zur Feuerung nnd Beleuchtung verwendet.Eine nicht unbedeutende Wärme wurde dadurch erzeugt, daß mangroße Dochte von Segeltuch machte und in Gefäßen, welche Oelenthielten, anzündete, obgleich diese Wärme bei großer Kälte kaumausreichend sei» konnte. Die größte Sparsamkeit bei dem Gebrauchedes Holzes, welches man durch ein so großes Opfer erhalten hatte,wurde als eine wahre Lebcnsbedingung betrachtet.

Glücklicherweise rückte die Jahreszeit stets weiter, und der Ok-tober war herangekommen. Während den zwei ernsten und bedenk-lichen Monaten, welche man jetzt hinter sich sah, hatten die beidenMannschaften wenig mit einander verkehrt. Um die Mittagsstundenund wenn der Thermometer ein wenig über Null stieg, hatte maneinige Besuche auSgetauscht, dann aber hatte der Schnee den Wegungangbar gemacht, und bis jetzt war er noch nicht hinreichend ge-schmolzen, um eine Kruste zu erzeugen, auf welcher man gehenkonnte.

Etwa vier Wochen vor dem Zeitpunkte, zu welchem wir unsereErzählung jetzt vorzurücken gedenken, war Mach, von einem Ma-trosen begleitet, in das Haus herüber gekommen, nnd hatte inDaggett's Auftrag den Vorschlag gemacht, die beiden Mannschaf-ten möchten sich in seinem Schiffe, wie er sein Wrack stets zu nen-nen für gut befand, vereinigen und das Haus zur Feuerung ver-wenden. Dieser Besuch fiel in eine Zeit, wo noch keines der Schiffeangegriffen worden war.