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29 (1854) Die Seelöwen, oder die verlornen Robbenjäger : Roman
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Eistheilchen mußten in eine solche Wand dringen, wie Stahlnadclnsich in das Tuch bohren.

Es war daher von der größten Wichtigkeit auf Mittel zu den-ken, die Kälte abzuhaltcn, um während der furchtbaren Jahreszeit,welche nun herannahcn mußte, die Lebenswärme im Umlaufe zuerhalten.

Stimson hatte kein Behagen an den Einrichtungen, wie mansie getroffen hatte. Er war der älteste Mann an Bord der beidenSchiffe und der erfahrenste Nobbenjäger. Er hatte zufällig einenWinter in Orange-Hafen, der unmittelbaren Nähe des Kap Horn,hingcbracht. Freilich ist dieß eine bewohnte Gegend, wenn ja diearmen Wesen, welche da ihr Leben fristen, Bewohner genannt wer-den können, auch au Bäumen und Pflanzen fehlt es nicht, welcherArt sie auch sein mögen. Der Unterschied zwischen Orange-Hafenund Nobbenjäger-Land mag ungefähr derselbe sein, wie zwischendem Winter-Aufenthalt in dem Hospitale des großen St. Bernhardund einem der Dörfer, welche drei bis vier Stunden niedrigerliegen.

Auf der Gruppe war, im wörtlichen Sinne, keine Vegetation,oder doch so wenig, daß sie diesen Namen nicht verdiente. AnBrennholz fand sich nur das vor, welches man mitgebracht hatte.Dennoch waren die Erfahrungen, welche ein Winteraufenthalt aneinem Platze wie Orange-Hafen geboten hatte, nicht ohne Werth.Kap Horn liegt im fechsundfüufzigsten Grade, und die Gruppeso viel dürfen wir wohl verrathcn keineswegs zehn Grad süd-licher. Im Allgemeinen muß das Klima an beiden Orten dasselbesein, und wer einen Winter an dem einen hingebracht hat, mag ei-nen ziemlichen Vorgeschmack von dem haben, was man an dem an-dern zu bestehen hat.

Diese Erfahrung nun, seine Berufskcnntnisse überhaupt undsein Charakter trugen viel dazu bei, daß Stimson bei den Bcra-thungen der beiden Kapitäne eine einflußreiche Stimme hatte.