380
sers und eine voraussichtlich sehr kalte Nacht — denn kalt war esbereits in den Mittagsstunden — mit Beredsamkeit hervorhob, füg-ten sich die Leute wider Willen seiner Ansicht und zeigten sich be-reit zu arbeiten, statt zu schlafen. Die Anstrengungen ließen sichjedoch bedeutend mindern, wenn man die Mannschaft in die her-kömmlichen Wachten vertheilte.
Roswell erzielte nichts Anderes, als seinen Schooner etwa auseine Stunde von der Bucht zu entfernen, wodurch er aus einer voneinem Vorberge zum andern gezogenen Linie kam, denn das neueEis konnte innerhalb jener Linie am gefährlichsten werden. Damithoffte er im Verlaufe weniger Stunden, und wenn sich Wind er-hob, noch früher, ohne große Mühe fertig zu werden. Diese Er-läuterungen genügten der Mannschaft vollkommen.
ES war Noswell, als wälzte man eine große Last von seinemHerzen, als sein Schooner des Grundes klar und sein großes Se-gel anfgegcit war. Ein Boot ging voran und das Schiff wurdelangsam ans der Bucht bugsirt, ohne daß das Segeltuch forderlichoder hindersam gewesen wäre. Als es an dem anderen Schoonervorbei kam, war Daggett auf dem Deck, das einzige lebende We-sen, welches an Bord sichtbar war. Er wünschte seinen Gefährtengute Nacht und versprach, mit dem ersten Morgenlichte hinaustrctenzu wollen.
Man kann sich wohl nicht leicht eine ödere Scene denken, alsdie war, in welche Decan Pratt's Schooner trat, als er in die Ge-wässer hinauslief, welche die verschiedenen Inseln dieser entlegenen,wilden Gruppe trennten. Noswell konnte kaum die düstere Masseder Felsen, welche den Mittelpunkt der Robben-Insel krönte, un-terscheiden, und diese verlor sich bald in der zunehmenden Dunkel-heit. Die Kälte steigerte sich und die Leute klagten bald, auf denRuderblättern setze sich Eis an.
Jetzt bemächtigte sich nnsers jungen Kapitäns ein Gedanke,welcher ihm bisher entgangen war. Was konnte es ihn Helsen,