gehoben, und bald standen die Schiffe in ihrem wohlbekanntenZufluchtsorte.
Roswell blickte beim Einlaufen mit Betrübniß, Schrecken undBewunderung um sich. Er konnte nur bedauern, daß er so vielekostbare Zeit verlieren mußte. So kurz seine Entfernung von derGruppe gewesen, hatte sich der Anblick der Dinge doch bedeutendgeändert. Alle Spuren des Sommers — und es fanden sich de-ren stets nur wenige, dürftige-—waren verschwunden, und einanfröstelnder, oder Herbst an deren Stelle getreten. An dem Ge-bäude selbst war natürlich nichts geändert, die Holzhaufen und an-dere Gegenstände, welche da zerstreut lagen, waren noch da, woman sie gelassen hatte, aber selbst diese sahen minder erheiternd,minder heimisch aus, als früher. Zum allgemeinen Staunen warnicht eine Robbe zu sehen. Alle diese Thiere waren, ohne daßman irgend einen Grund dafür hätte angeben können, verschwun-den, wodurch eine von Daggett's geheime Absichten vereitelt wurde,denn dieser umsichtige Schiffspatron batte bei sich beschlossen, die-sen Zufall zu benützen und sein Schiff zu „füllen". Einige sag-ten, die Thiere seien nordwärts gegangen, um dort zu überwintern,nach Andern waren sie geschreckt worden, und hatten sich an eineder anderen Inseln geflüchtet, Alle aber waren darin einig, daß sieverschwunden waren.
Bekanntlich wandern die Robben zuweilen weit von ihrem hei-mischen Gewässer, wenn man sich so ausdrücken darf, wir wüßtenjedoch nicht, ob man sie als wandernde Thiere betrachten darf. Diegrößeren Arten leben gewöhnlich in einem weiten Bereiche undwechselnden Klima, und selbst die kleineren edleren Robben zer-streuen sich, und werden an den Küsten gefunden, wo sie in derRegel nicht heimisch sind.
In Betreff der Thiere, welche erst kürzlich noch so häufig inder Gruppe waren, werden wir cs nicht wagen, eine Theorie auf-zustellen, da wir uns hauptsächlich mit Thatsachen befassen, indes-