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29 (1854) Die Seelöwen, oder die verlornen Robbenjäger : Roman
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Schifffahrt nur die Schwierigkeit entgegen, daß man nicht wußte,welcher Kanal einen AuSgang hatte, und welcher vom Eise ver-schlossen war.

Die Segelgcschwindigkeit der beiden Schoouer wurde nicht be-deutend gemindert, da die Berge den Wind gewöhnlich fingen, ob-gleich man diesen dann und wann in den Klüftungen heulen undtoben hörte, als habe er Eile zu entkommen und über die offenereSec zu fegen.

Auch das Krachen und Knirschen des Eises tönte mit den Luft-strömungen nieder und deutete furchtbar auf die Gefahren hin,welche in nicht großer Entfernung drohten. Da das Wasser jetztziemlich glatt und der Wind da, wo er nicht aus einer oder derandern Schlucht herüber brauste, leiäit war, konnten die Schoouersich ohne Gefahr einander nähern. Dicß geschah, und die beidenKapitäne besprachen sich über ihre jetzige Lage.

Ihr seid ein kühner Bursche, Daggct, und ich würde Euchnicht gern auf einer Reise um die Welt folgen," begann Roswell.Wir sind nun hier inmitten einiger hundert Eisberge,- einprachtvoller Anblick, ich muß cs gestehen, werden wir aber je wiederherauskommen?"

Es ist viel besser, daß wir hier sind, Gar'uer, als dort drübenunter den Schossen," erwiedcrte der Andere.Ich fürchte stets fürmein Steuer und meinen Spiegel, wenn ich unter den Eisfeldernbin, während es hier herum keine Gefahr gibt, welche man nichtsehen könnte, che sie das Schiff bedroht. Wenn ich meine Augenbrauchen kann, fühle ich stets, daß noch Hoffnung für mich da ist."

Dicß ist ziemlich wahr, dennoch wünschte ich, diese Wasser-straßen wären ein wenig breiter, als sie sind. Man kann einenEisberg eben so gut fühlen, als sehen. Wenn es zweien dieserBursche Anfällen sollte, aneinander zu treten, waren unsere kleinenSchiffe zermalmt wie Nüsse in dem Knacker."

Deßwegen müssen wir sorgfältigen Ausguck halten. Hier vor