311
eine Genossenschaft zuzulasscn, gegen die, wie er wußte, jede Fiberin des Decans physischem und moralischem Systeme sich empörenwürde.
Sein Wort war jedoch gegeben, und cs blieb ihm keine andereWahl übrig, als zu bleiben, den nebenbnhlerischen Seelöwen füllenzu Helsen, und seiner Gewandtheit zu vertrauen, ihm auf demWege der beiden Schiffe nach nordwärts zu entschlüpfen.
Daggctt's erster Maat war zwar ein guter Robbenschläger,aber ein ungestümer, rücksichtsloser Mann, der sich mehr als einmalgegen die großen Vorsichtsmaßregeln, welche man auf Roswell'sBefehl anwendcte, tadelud ausgesprochen hatte. Mach, wie dieserOffizier sich nannte, war für ein regelrechtes Abschlachten der Thiere,er lödtetc in einerund derselben Stunde möglichst viele Thiere, undließ dann in der gewöhnlichen Weise zu dem Eiupöckcln und Aus-trockuc» schreiten. Er hatte dicß früher mit Erfolg thun sehen, undhielt cs für die beste Art, das Geschäft zu befördern.
„Eines schönen Morgens," sagte er, „wird Kapitän GassnerhcrauSkommcn und seine Heerde verschwunden —- aus einem andernFelde weiden sehen."
Dieß war ein Gehaben, welches Noswcll durchaus nicht an-sprach. Die Vorsicht, mit welcher er bisher verfahren war, hatteden besten Erfolg gehabt, und erhoffte, man würde, wenn manfortan umsichtig verführe, die beiden Schooner leicht füllen. Alsdaher die Nobbenschläger an dem nächsten Morgen aufbrachen,wiederholte er, als Führer der beiden Mannschaften, seine Ermah-nungen, und wies vorzüglich die Viucyardcr auf die Nothweudig-keit hin, umsichtig zu verfahren, und die Robben nicht mehr zuschrecken, als das Geschäft unbedingt forderte. Die Antwort wardas gewöhnliche allscitigc: „Ja, ja, Herr," und die Leute gingen,wie es schien, mit dem besten Willen, dem Befehle zu gehorchen,die Felsen entlang.
Die Umstände waren jedoch keineswegs der Art gewesen, daß