309
auch ein wenig durch persönliche Anstrengung bei, denn der See-mann bleibt nicht thatlos liegen, wenn er etwas thun kann, wieschwer ihm dicß auch werden mag.
Noswcll legte das Glied bloß und überzeugte sich bald, daßder Knochen wieder in sein Gelenk getreten war. Binden wurdenalsbald umgclegt und Schienen gefertigt. Es war charakteristischgenug, daß Daggctt sein Messer herausnahm und behilflich ward,diesen Schienen die gehörige Gestalt und Dicke zu geben. DasHolz dazu lieferte der Stab der zerbrochenen Lanze, und man warbald mit dieser Arbeit fertig.
Bei dem Anlegen der Schienen zeigte Noswell eben so vielGeschick als Umsicht. Die Taschentücher wurden verwendet, umden Druck an einzelnen Theilcn zu mindern, und Kabelgarn vonden Webclingcn bot das Mittel, Alles gehörig zu „festigen".
Nach einer halben Stunde, und che der Fuß bedeutend schwel-len konnte, war NoSwell mit diesen Verrichtungen fertig, und alsdas wunde Glied auf diese Weise verbunden war, wurde es sorg-fältig gehoben und nebst dem gesunden Fuße auf den Fels gelegt,da die wagercchte Lage zusagender schien, als die senkrechte.
Nicht weniger als vier peinliche Stunden verstrichen jetzt, eheeine Anzahl Matrose» von den Schiffen den Fuß des Berges er-reichten. Sic brachten jedoch eine Tragbahre mit, welche sonst ge-braucht wurde, um Felle über die Felsen zu schaffen. Auf dieseBahre wurde Daggctt sorgfältig gelegt, vier Mann hoben ihn aufund trugen ihn einige hundert Schritte, worauf vier andere sie ab-löstcn. Auf diese Weise legte man den Weg nach dem Hause zurück.Der Kranke wurde aus sein Bett gelegt, und man widmete nunauch seinen anderen Wunden die nöthige Sorgfalt.
Daggctt freute sich, unter einem Dache und in einem Gemachezu sein, welches nicht ohne Behaglichkeit war, was mau auf einerRobbenfangrcisc Behaglichkeit nennen kann. Da die Mannschaft,mit Ausnahme der Nachtzeit, nie in dem Schlassaale war, konnte