„Wir werden eine tüchtige Strecke zu klettern haben, wenn esuns überhaupt gelingt, hinauf zu kommen," bemerkte Roswell,„obgleich die Felsen in diesem Augenblicke ganz frei von Schneezu sein scheinen."
„Wenn wir jetzt nicht hinaufkommcn, wird es uns nie ge-lingen. Dieß sind die Hundstage des Südpols, Gar'ner," sagteDaggett lachend, „und wir müssen sie benützen. Man kann jetztdes Nachmittags seine Jacke entbehren, und dich ist stets etwas,man hat mir gesagt, daß cs selbst in den Buchten oft mitten imSommer friere."
„Wir sind dazu, Gott sei Dank, noch nicht nahe genug amPol, obgleich wir ziemlich weit nach Süden verdrängen. Dieß istunsere Hcrbstzcit hier, und wir würden wohl thun, dieß nicht zuvergessen."
Als Gardiner dieß sagte, hatten alle Drei ihre Blicke auf dieöde Seene rings um sie gerichtet. Die Insel war nicht ganz ohnePflanzcnleben, wie dieß wenige Grade südlicher der Fall ist, alleines konnte kaum spärlicher sein. Man sah nur wenige ärmlichePflanzen in den Ritzen der Felsen, und da und dort, wo zer-bröckelte Steine ein wenig Boden gebildet haben mochten, zeigtensich Büschel drahtartigcn Grases.
Der Berg selbst war fast ganz nackt, und unsere Wandererfanden den Anstcig nicht nur beschwerlich, sondern an vielen Stellengefahrvoll. Roswell hatte dieß vorhergeschen und seine Maßregelndarnach getroffen. Außer der Lanze, welche als Springstock undStütze diente, hatte sich Jeder ein Stück Webelingcn über dieSchulter geworfen, um au schwierigen Stellen sich, oder den Ge-fährten weiter zu helfen. Besonders beim Niedersteigen glaubteman dieser Stricke zu bedürfen, obgleich sie sich schon als nützlicherwiesen, ehe man die Kuppe erreicht hatte. Die Besteigung einesBerges von tausend Fuß Höhe ist unter gewöhnlichen Umständenkeine Heldcnthat. Wenn man mit abschüssigen Felsen, Klüften,