„Nun, Herr, wer weist aber den Strömungen ihren Weg an?"
„Da bin ich gefangen, Stephan, Venn ich habe nie erforschenkönnen, wie cs mit ihren Bewegungen zusammcnhängt," antwor-tete Roswell lachend. „Ohne Zweifel hat Alles seinen Grund,wenn man ihn nur ausfindig machen könnte. Kapitän Daggett,cs ist hohe Zeit, daß wir nach dem Gehaben Eures Schooners sc-heu. Er muß, ehe die 'Nacht anbricht, in unsere Bucht treten kön-nen, da das Eis sich in die Bai gedrängt hat."
Diese Ansprache hatte eine allgemeine Bewegung zur Folge.Die beiden Schosse waren jetzt bis auf hundert Faden auseinandergetreten, und das kleinere oder das, auf welchem das Schiff lag,lief unter dem Einflüsse des Windes und der Strömung sehr raschin die Bai ein, während das größere offenbar von der Insel auf-gehalten worden war. Dieses kleinere Feld hatte sich thcilweise anden Felsen gebrochen, und war nun nicht mehr von so großem Um-fang, obgleich das abgegangene Bruchstück mehr als eine Stundeim Durchmesser maß, und viele Ellen dick war.
Den Scelöwen von Vinevard betreffend, so lag er, wie gesagt,im wörtlichen Sinne schräg auf. So unwiderstehlich war die Be-wegkraft des großen Schosses gewesen, daß es ihm aus dem Was-ser hob, wie zwei oder drei Matrosen einen kleinen Kahn auf einsandiges Gestade gehoben hätten. Es war ein günstiger Umstand,daß diese Kraft von unten her kcilartig wirkte, und daß sic da traf,wo es am besten gekräftigt war. So kam es, daß der Schoonerohne eine wesentliche Beschädigung auf seine Schraubcndocke kam.
„Wenn man das Schiff so leicht herab brächte, als es hin-auf kam, könnten wir uns glücklich preisen," bemerkte Daggett,als er mit Roswell die Lage des Schiffes genauer in das Augefaßte. — „Wie aber die Dinge stehen, liegt es auf zwanzig Fußdickem Eise — einer Masse, die fest wie Kieselstein zu seinscheint."
„Wir wissen, daß es nicht ganz so hart ist, Daggett," antwor-