Druckschrift 
29 (1854) Die Seelöwen, oder die verlornen Robbenjäger : Roman
Entstehung
Seite
281
Einzelbild herunterladen
 

281

Meeres, sowie Strömungen und die Wucht der abtreibenden Eis-berge draußen drückten. Der Anstoß kam allerdings aus großerFerne, und konnte von unseren Seeleuten kaum wahrgenommenwerden, aber sie durchschauten völlig die Art der Gefahr, welchejeden Augenblick surchtbarer heranzog.

Die beiden Felder traten immer näher zusammen, und zwarmit einer unwiderstehlichen Gewalt, welche den unglücklichen Schoo-ner mit dem Untergange bedrohte. Das offene Wasser um ihn warbereits so eingeengt, daß eine halbe Stunde hinreichen mußte, ihnganz einzuschließcn.

Habt Ihr die nächste Insel nach dem Kompaß ausgenommen,Daggett?" fragte Noswell Gardiuer, sobald er Alles ringsumsorgsam in das Auge gefaßt hatte.Es scheint mir, als stündesie jetzt östlicher, als vor einer Stunde. Wenn dieß richtigist, muß unser inneres Feld eine bedeutende Abtrifft nach Westenhaben."

In diesem Falle könnten wir noch hoffen, klar abzutreiben,"erwiederte Daggett, indem er an Bord des Schooners sprang undmit Noswell zu dem Kompaßhäuschen eilte.Bei Georg! es ist,wie Ihr sagt, die Stellung jener Insel hat sich wenigstens um zweiPunkte geändert."

Unsere Ablrifft betrug also mehr als eine Stunde. Still,was war dieß für ein Getöse? Hätte der Vulkan sich vielleichthören lassen?"

Daggett war anfangs geneigt, das Getöse einer Erschütterungder Erde zuzuschreiben, in deren Innern, gleichsam zur Verhöhnungder Frostscene, die außen herrschte, ein Vulkan wüthete, welcher sichdurch seine eigene Kraft nach außen Bahn zu brechen suchte. Erging jedoch von dieser Ansicht alsbald wieder ab, und seine Ant-wort drückte die neue Richtung aus, welche seine Gedanken nahmen.

Es war das Eis," sagte er.Ich glaube, der Druck hatdie Felder an den Felsen jener Insel geschieden. In diesem