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29 (1854) Die Seelöwen, oder die verlornen Robbenjäger : Roman
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von Zeit zu Zeit Flammen auswarf. Nach seinem Berichte hattejedoch die Gesellschaft, zu welcher er gehörte, diesen vulkanischenKessel nie besucht; sie begnügte sich, seinen Schrecken aus der Fernezu bewundern.

Roswell war über den Charakter und die Stellung des Lan-des, welches er deutlich gesehen hatte, in keiner Art ungewiß. Esgibt eine Ansicht, derzufolge die Sonne von einem glänzendenDunstkreise umgeben ist, welcher die Quelle des Lichtes und derWärme abgibt, während dieser stets bewegte Dunst zuweilen dieMasse dcS Planeten sehen laßt, und ans die Art die gewöhnlichensogenannten Sommerflcckcn bildet. Dieser Ansicht entsprechend,rollten die Nebel der Südsee um den neu auftauchenden Berg,zuweilen flog der Vorhang hinweg, und ließ das Auge über denanziehenden, majestätischen Gegenstand drinnen Hingleiten.

Wohl verdiente diese einsame, fast öde Masse von Erde undFels eine solche Bezeichnung! Die Höhe haben wir bereits ange-geben, und ein Fels, welcher tausend Fuß beinahe senkrecht ausdem Meere emporsteigt, ist stets eindringlich und großartig. Die-ser Eindruck wurde durch seine Einsamkeit, seinen ernsten, festenStand inmitten der schwimmenden, schaukelnden Eishügcl, seineblauen Scitenwände und den kahlen Gipfel, der eben mit frischgefallenem Schnee bedeckt war, und seinen zürnenden, starren An-blick inmitten einer Scene, welche in steterBewegung zu sein schien,bedeutend gesteigert.

Roswcll Gardiuer's Herz schlug voll Entzücken, als er sichüberzeugt hatte, daß er dieses erste wichtige Ziel seiner Bestimmungentdeckt hatte. Zu ihm zu gelangen, war jetzt sein fast ausschließ-licher Wunsch.

Der Wind hatte sich nun nach Südosten gewendet, und bliesziemlich frisch, wodurch er gut nach windwärts von dem Bergekam, allein er trieb auch die Eismassen an das Land hinan, undstellte eine undurchdringliche Barre die westliche Küste entlang.