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29 (1854) Die Seelöwen, oder die verlornen Robbenjäger : Roman
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Es stimmt mit den Karten und unseren Berechnungen, undich darf wohl sagen, auch mit unseren Augen überein. Dieß ist dasstille Meer, ohne allen Zweifel, Herr Hayard."

So glaube auch ich, Herr. Wir sind an dem Ende von Ame-rika, wenn es irgendwo ein Ende hat. Diese lange, schwere Dei-ning ist eine alte bekannte, obgleich ich nie vorher so nahe gekommenbin, um das Land hier herum zu sehen."

Es ist ein Glück, daß wir einen zuverlässigen Mann an Bordhaben, welcher als Lootse dienen kann. Stimson, ich beabsichtige,hier einzulanfen und Anker zu werfen, und ich setze das Vertrauenin Euch, daß Ihr uns in einen sichern Ankerplatz geleitet."

Ich werde dieß, Kapitän Gar'ner, wenn das Wetter es ge-stattet," antwortete der Seemann mit einer Art anspruchloser Zu-versicht, welche sehr zu Gunsten seiner Geschicklichkeit sprach.

Man traf nun ernstliche Anstalten beizulegen. Es war aberauch Zeit, daß man zu einem festen Entschlüsse kam, denn derWind begann sich zu heben, und der Schooner näherte sich demLande reißend. Nach einer halben Srunde hatte der Seelöwe seinTuch bis auf ein dicht gerefftes Marssegel und Focksegel geborgen,die Bonnette des Klüvers abgenommen, und kämpfte gegen einekleine. Die See begann sich rasch zu heben, und die langenWellen schwollen wie Berge empor.

Roswell war vor dem Nebel bange. Hätte er bei klarem Him-mel durch die engen Kanäle gehen können, welche Stimson ihmgeschildert hatte, so wäre er nicht halb so besorgt gewesen. Aberder Wind war keinklarer", und er sah, daß keine Zeit zu ver-lieren sei.

Es gehörte viel Muth dazu, in einem solchen Wetter an eineKüste, wie die von Cap Horn, anzutreten. Als der Schooner demwirklichen Vorgebirge näher kam, wurde der Anblick der auf ihrenzerklüfteten Fels sich stürzenden und daran brechenden Wogen unddas dadurch verursachte hohle Brüllen wirklich furchtbar. Zu dem

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