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29 (1854) Die Seelöwen, oder die verlornen Robbenjäger : Roman
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ihn nicht weit von seinem Wege abführte. Das Wetter war nebligund der Wind blies zuweilen stoßweise. Je näher sie Staten-Landkamen, desto ungestümer brauste der Wind, und Daggett, der etwaeine halbe Meile voraus war, sah sich einer mächtigen bloßge-stellt, welche heulend vom Lande hcrkam. Er hielt daher ab, ummöglichst weit leewärts zu kommen. Zu gleicher Zeit wurde derNebel so dicht, daß die Schiffe einander aus dem Gesichte verloren.Endlich ging die Sonne unter und eine dunkle, wüste Nacht nahte.Diesen letztem Umstand hatte Daggett vorzüglich als Grund hcr-vorgehoben, um in die hohe See abznhaiten.

Roswell machte sich alle diese Umstände zu Nutze, wendete undlief auf Tierra del Fnego ab. Aus der Glätte des Wassers sah er,daß die Flut im Anzuge war, und hoffte, sie werde stark genugsein, ihn durch die Meerenge zu führen.

Von dem Vineharder Seclöwen sah er nichts mehr. Er bliebin Nacht und Nebel gehüllt, welche beide Schiffe umgaben. Als erdie Höhe der Durchfahrt erreicht hatte, wendete er wieder. Mittler-weile hatte die Strömung ihn dem Eingang in die Enge entgegengeführt, und sobald er daraus abzuhaltcn begann, wurde seine Be-wegung nach südwärts sehr rasch.

Die Windstöße beunruhigten ihn von Zeit zu Zeit, im Ganzenaber hielt sich der Schooner trefflich, und Alles ging nach Wunsch.Am nächsten Morgen stand er, wie wir bemerkt haben, vor KapHorn. Damit will man gewöhnlich andeutcn, daß ein Schiffirgendwo in dem Längegrad dieses weltberühmten Vorgcbirgs steht,ohne daß cs dasselbe nothwendig im Gesichte hat. Wenige See-fahrer sehen, obgleich sie das Kap umschiffen, die äußerste Spitzedes amerikanischen Festlandes wirklich, da man es in der Regel fürdas Geratenste hält, möglichst nach südwärts abzuhaltcn.

Diesem Kurs folgte auch Daggett. Da er von Staten-Landin das offene Meer ausgelaufen war, stand er nothwendig weitnach leewärts und konnte nicht mehr hoffen, in den nächsten vier