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29 (1854) Die Seelöwen, oder die verlornen Robbenjäger : Roman
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ob sie nicht auch im Handel ebenso mächtig ist. Wie dem nun auchsein mag, cs galt als eine kühne und glückliche That, daß der kleineSchooncr von Oyster-Pond einen Hundert-Fässcr-Wallfisch gefan-gen, und seinOel", wie der Decan sich stets ausdrückte, in einerZeit nach Haus geschickt hatte, wo der Preis höher stand, denn seitJahren.

Diesem lichten Sonncnblicke, welcher das einsame Dasein desedlen jungen Wesens freundlich erhellte, folgten mit einer einzigenAusnahme lange, düstere Monate. Mary wußte, daß es kaummöglich war, Nachrichten von Roswell zu erhalten, ehe er wiedernach Norden zurückkehrte. Um so größer war ihre Freude, als derDecan einen Brief erhielt, welcher zwei Wochen später als der vonRio, und von dem einundvierzigsten Grade der Breite, oder geradeso weit südlich vom Aequator, als Oyster-Pond nördlich lag, undfast vicrzehnhundert Meilen südwärts von Rio geschrieben war.

Der Brief zeugte von großer Eile, denn er wurde durch einenKauffahrcr in die Heimath geschickt, welcher aus dem stillen Meerekam, und sich der Küste mehr genähert hatte, als solche Schiffe sonstzu thuu pflegen. Er berichtete, daß Alles wohlbehalten sei, daßDaggett noch in der Nähe segle, und daß Gardiner die Absicht habe,ihn bei der ersten Gelegenheitabzuschütteln", wie der Decan sichausdrückte.

Nach dem Empfange dieses Briefes, des dritten, welchen Ros-well Gardincr seit seiner Abreise geschrieben, trat ein langer, öderZwischenraum völligen Schweigens ein. Monate vergingen jetzt indüsterer, banger Ungewißheit. Dem Winter folgte der Frühling,diesem der Sommer, und der Herbst kam, um die Früchte der frü-heren Jahreszeiten reifen zu sehen, aber er brachte keine weiterenNachrichten von den Reisenden.

Jetzt erschien der Winter zum zweiten Male, seit der Seelöweabgesegelt war, und erfüllte die Seelen der Freunde und Verwand-ten der Seeleute mit traurigen Ahnungen, wenn sie das Brüllen