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29 (1854) Die Seelöwen, oder die verlornen Robbenjäger : Roman
Entstehung
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Oheim wird Euch sagen, was mich in diesen Hafen geführt hat,und wie cs mit dem Schooner steht. Ich habe für mehr als4000 Dollars Thran nach Haus geschickt, und hoffe, mein Schiffs-herr wird mir in Folge dieses glücklichen Zufalls mein Versehenvor Earritnck vergeben. Wäre ich doch eben so gewiß, daß ich Euchgeneigter fände, mich bei meiner Rückkehr freundlich aufzunehmcn!Ich lese jeden Tag in Eurer Bibel, Mary, und bete oft zn Gott,er möge meinen Geist erleuchten, wenn meine Ansichten falsch ge-wesen sind. Bis jetzt kann ich mir mit keiner Aenderung schmeicheln,denn meine früheren Ansichten scheinen mir vielmehr fester gcwurzelt,als sie es vor meiner Abreise waren."

Die arme Mary seufzte hier schwer auf, und wischte sich dieThräncn aus den Augen. Sic fühlte sich in ihrer tiefsten Seeleschmerzlich erschüttert, mußte aber Noswell um seiner Freimüthig-keit willen hochachten. Wie alle frommen Seelen glaubte sie festan den heilsamen Einfluß der heiligen Schrift, und bedauerte umso mehr ihres Anbeters Verblendung, da diese jenem Lichte nichtweichen wollte.

Da ich aber," fuhr der Brief fort,jeden menschlichen Be-weggrund habe, das Wahre und Rechte zu erstreben, werde ich dasBuch keineswegs bei Seite legen. Betet für mich, liebliches Mäd-chen, aber ich weiß, daß Ihr dieß thut und thun werdet, so langeich abwesend bin."

Ja, wahrlich, Noswell," sagte Mary leise vor sich hin,solange Ihr und ich am Leben sind!"

Neben dieser einen großen, wichtigen Sorge bedrängt michdie Frage wegen Daggett's," lautete der Brief weiter.Ich weißkaum, was ich unter allen diesen Verhältnissen denken soll. Ichkann nicht länger in seiner Gesellschaft reisen, ohne meine Pflichtengegen den Decan zu verletzen. Dennoch ist cs in keinerlei Weiseleicht, von ihm loszukommen. Er hat mir bei allen Gelegenheitenso mannhaft zur Seite gestanden, und zeigt sich so geneigt, einen