scheu dem Oheim und ihr begab, wurde Joseph in die Küche ge-schickt, wo Essen, ein GlaS Num und Wasser und der Viertelsdol-lar, welchen ihm Mary gab, als sie ihm den Weg zeigte, den Altenüber das Ergebnisi seiner Bemühung beruhigte.
„Hier, Oheim," sagte das fast athemlose Mädchen, als sie wie-der in das Gemach trat, und, ohne cs zu wissen, den Brief nochimmer an das Herz drückte, — „ein Brief— ein Brief von RoS-well, von seiner eignen thencrn Hand!"
Ein Strom von Thräncn brachte den so lange verhaltenen Ge-fühlen und einem Herzen, welches so bedrängt war, daß cs fastbrach, einige Erleichterung. Decan Pratt würde zu jeder andern Zeitund bei diesem unzweideutigen Beweise, wie thener der junge Mannseiner Nichte war, ihr die Thorhcit vorgestellt haben, NoSwell Gar-diner's Hand auszuschlagcn, der Anblick des Briefes scheuchte aberjeden andern Gedanken aus seinem Kopfe, und sein ganzes Wesenschien in das Schicksal des Schooncrs znsammengcdrängt.
„Sieh doch nach, Mary, ob der Brief das Postzeichen desSüdpols hat?" sagte der Decan mit zitternder Stimme.
Diese Frage entschlüpfte dem Decan nicht sowohl aus Unwissen-heit als ans ängstlicher Bestürzung. Er wußte sehr gut, daß dieInseln, welche der Seelöwe zu besuchen hatte, unbewohnt seien,und daß folglich keine Postämter dort bestünden, seine Gedankenwaren aber wirr und die Angst machte ihn albern.
„Oheim!" rief die Nichte und trocknete die Thräncn von ei-nem Antlitze, welches die Scham über ihre Schwäche jetzt mit Ro-senglut übergoß, — „Roswell wird da, wo er jetzt ist, schwerlich,ein Postamt finden."
„Der Brief muß aber doch einen Poststempel haben, Kind?Der Köder-Joseph hat ihn nicht selbst in das Land gebracht!"
„Er hat das Postzeichen „Nen-Uork," Herr, und sonst nichts.Ja, hier heißt es: „Befördert durch Cane, Spriggs und But-