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29 (1854) Die Seelöwen, oder die verlornen Robbenjäger : Roman
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bald gewahren, daß es umschlägt, eine todte Last wird, und ausSelbstsucht lieber von der geringsten Anstrengung lebt, als seinenPrivatvorthcil durch das Ausbicten der möglichsten Kraft fördert.

Ich glaube, jedes Schiff arbeitet am besten für sich und seinenEigenthümer," antwortete Roswcll Gardiner.

Da die Schooner innerhalb der Wendekreise waren, hatten sieeinen regelmäßigen Wellenschlag, der weder hoch, noch sehr gebro-chen war. Dennoch wurden die Boote wie Nußschalen oder wieBlasen cmporgeworfcn, denn die unermeßliche Gewalt des Meereshob die größten Schiffe, ächzend unter dem Gewichte schweren Ge-schützes, als wären es Federn.

Nach einigen Minuten waren Gardiner und Daggett ein we-nig getrennt, und Jeder schaute nach den Wasserstrahlen aus, welchekeiner von ihnen, seit sic ihre Schiffe verlassen, wieder gesehenhatte. Die beiden Maate liefen mittlerweile stetig heran, bis dieganze kleine Boot-Flotte jetzt nicht weniger als eine Seestundc vonden Schoonern ferne stand.

Die Schiffe selbst drängten sich, um den Booten möglichst nahezu bleiben, windwärts hinan, indem sie unter gekürzten Segeln kurzeGänge machten. Außer einem Schiffswärter, dem Koch und Pro-viantmeister und einem oder zwei Matrosen war Niemand an Bordgeblieben.

Wir dürfen annehmen, daß unsere meisten Leser mit dem all-gemeinen Charakter jener Thierklasse, welcher der Wallfisch ange-hört, hinreichend bekannt sind, um zu wissen, daß das ganze Ge-schlecht die atmosphärische Luft einathmet, und daß diese ihm zumLeben ebenso nöthig ist, wie den Menschen. Der einzige Unter-schied in dieser Hinsicht besteht darin, daß der Wallfisch den Athemlänger halten kann, als die Landthiere, dennoch muß er in be-stimmten Zwischenräumen an die Luft kommen, sonst stirbt er.Wenn er den alten Luftvorrath ausathmet, bringt er seine Spritz-löcher, wie die Seeleute die Ocffnungen seiner Athmungswerkzeuge