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29 (1854) Die Seelöwen, oder die verlornen Robbenjäger : Roman
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Umsicht und werden sich seltener einen Mißgriff zu Schulden kom-men lassen.

Jeder Schooner ließ fast in demselben Augenblicke zwei Bootein das Wasser. Daggett steuerte das eine, Roswell das andere.Macy, der erste Maat des Vineyarder Schiffes, und Hayard wa-ren au den Steuerrudern der zwei andern Boote. Alle rudertender Stelle in dem Meere zu, wo man den Wasserstrahl gesehenhatte. Die, welche in der Höhe gewesen waren, äußerten sich da-hin, es müßten mehrereFische" in der Nähe sein, und es sei ge-wiß, daß sie der höchst werthvollen Art, Pottwallsische genannt,angehörten, deren Thran dreimal so theuer bezahlt wird, als derder gewöhnlichen Art oder des rechten Walisisches. Man unter-scheidet beide Fische ziemlich leicht, wenn man ihre Wasserstrahlenin das Auge saßt, denn der rechte Walisisch wirst zwei gewölbteStrahlen in die Höh, während der Pottwallfisch nur einen niedri-gen, buschartigcn Strahl emporspritzt.

Die Boote der beiden Kapitäne kamen bald mit ihren beidenSeiten parallel und auf Ansprachwcitc zusammen. Eine lebhafteEifersucht war jetzt aus allen Gesichtern zu sehen, alle rudertenmit voller Kraft, und auf keine Lippe kam auch nur ein Lächeln.Jedes Gesicht war ernst, streng, entschlossen, jeder Nerv desArmes gespannt. Die Leute rudertenschön", denn sic warenan ihre langen Ruder in rauhem Wasser gewöhnt, und nachzehn Minuten standen sie eine volle Meile windwärts von den zweiSchoonern.

Nichts kann uns einen höhern Begriff von dem Muth und derThatkrast des Menschen geben, als wenn man Wagehälse in einerbloßen Nußschale auf den bewegten Wassern des offenen Meeresdahinfliegen sieht, um mit einem Thiere von der Größe des Wall-fisches zu kämpfen und ihn zu fangen. Schon der Umstand, daßdieser in seinem Elemente ist, während seine Angreifer sich ihm inso leichten, gebrechlichen Booten nähern müssen, daß der unerfah-