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29 (1854) Die Seelöwen, oder die verlornen Robbenjäger : Roman
Entstehung
Seite
168
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zu schaffen und Segel und Takelage in Sicherheit zu bringen,dann halfen die Leute die Nothmasten cinsctzcn, und am Nachmit-tage waren beide Schiffe unterwegs nnd hielten die Küste entlangnach Südwestcn ab.

Hatteras war jetzt nicht mehr schrecklich, denn der Wind standnoch südwestlich, nnd sie behielten jene Brandungen im Gesichte,welche sic erst den Tag rorher so sehnlich gewünscht hatten, nie wie-der zu sehen. Sic umsegelten in dieser Nacht das fürchterlicheKap, eine weit in die See auslaufende Sandspitze, welche einenganz flachen Strand hat nnd nirgends mit dem festen Lande zu-sammenhängt.

Nachdem sie einmal um diesen vorspringenden Küstcnwinkelherum waren, hatten sie eine Lee und konnten nach Südwesten ab-halten. Mit dem Winde krahnbalksweise schifften sie den Tag hin-durch entlang. Während des Abends nahmen sie einen Lootscn anBord, umsegelten in der Nacht Kap In)oIr mit (Auslug), eine guteLandmarke, welche die nach Norden gehenden Schiffe wohl in dasAuge zu fassen haben, da sic an die Nähe des heimtückischen, stür-mischen Hatteras erinnert, und kamen am nächsten Morgen, als dieSonne eben aufging, vor dem Hafen von Beauford an.

Mittlerweile hatte der Nordwest sich ansgeblascn nnd beideSchooner traten mit einer leichten Südkühlte an Beausord, wo sick-eben Wasser genug fand, um sic aufzunehmen. Dieß war die ganzeKüste entlang der einzige Platz, welcher den Absichten, um derent-willen sie einlicsen, entsprach und alles das besaß, was NoswellGardiner in diesem Augenblicke brauchte. Jene Gegend hat Fich-tenholz und Spieren in Uebcrflnß, und der Bursche, welcher alsLootse diente, sagte unserem jungen Kapitän, er würde schon nachder ersten Stunde seiner Ankunft gerade die Masten haben, welcheer brauche, nnd RoSwcll fand, daß derBanker" recht hatte. Ban-ker heißt man eine zerstreute Bevölkerung von Stranddieben, Fi-schern nnd dergleichen, welche ans den langen, niedrigen, schmalen