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29 (1854) Die Seelöwen, oder die verlornen Robbenjäger : Roman
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süchtelei ihn zu einem Jrrthume verleitet hatte, und es that ihmleid, daß er nicht den vorigen Abend gewendet hatte, wodurch er ineine offene See gekommen wäre, welche es ihm möglich machte, nachjeder Richtung zu steuern und des Landes klar zu werden. Wie dieDinge standen, war er keineswegs gewiß, welchen Entschluß er fas-sen sollte.

Gardiner ahnte nicht, daß Daggctt nur darum seinen Kursverfolgt hatte, um in seiner Nähe zu bleiben, denn dieser Mannhatte sich, als er Gardiner so dicht an die Küste antreten sah, derAnsicht hingegebcn, der Seelöwe von Oyster-Pond beabsichtige,durch die westindischen Inseln zu laufen, und die Klippe zu besu-chen, wo der Schatz verborgen sein sollte, und von welcher ihm Be-richte zugekommeu waren, die seinen Durst nach Gold mächtig reiz-te», ohne daß sie ihm den uöthigen Schlüssel, wie er dazu gelangenkönne, gegeben bätten.

Auf diese Weise hatte eine grundlose Wachsamkeit auf dereinen, und aus der andern Seite ein grundloser Stolz diese beidenSchiffe in eine Lage gebracht, welche in jeder Hinsicht eine höchstgefährliche war.

Gegen zehn Uhr erreichte der Sturm seine höchste Höhe, undder Wind blies immer noch aus Osten, ein wenig nördlich. ImLause des Morgens hatten die Offiziere der beiden Schooner, in-dem sie windstille, klare Augenblicke benützten, auf den Masten soviel von dem Lande zu Gesicht bekommen, daß sie ihre bezügliche»Stellungen nicht verkennen konnten. Alle Gedanken an Eifersuchtund Ueberwachung der Schritte des Andern waren verschwunden.Jedes Schiff wurde ausschließlich mit Rücksicht auf seine Sicher-heit gehandhabt, und Beide nahmen, wie man von ächten See-männern nicht anders erwarten konnte, zu denselben Rettungsmit-teln ihre Zuflucht.

Die großen Segel beider Schiffe wurden, in Schwcbeweise ge-refft, beigesetzt und die Rumpfe gegen Wind und Wellen gepreßt,