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29 (1854) Die Seelöwen, oder die verlornen Robbenjäger : Roman
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wärtS, cm wenig vor den Krahnbalken, aber die Bewegung desSchiffes, welches den freiesten Wind faßte, war natürlich sehr rasch.

Im Lause der nächsten halben Stunde war der Fremde wiederein wenig hinterwärts des Krahnbalkens und wesentlich näher alsfrüher. Das fremde Schiff änderte seinen Kurs nicht, sondernschien ietzt geneigt, den Wind zu benützen und auf einer leichtenBulinie in die See hinaus zu steuern, ohne auf das Schiff, welchesvor ihm lief, zu achten.

Es ward Nachmittag, ehe die beiden Schooner einander sonahe kamen, daß sie sich anrufcn konnten. Wie sie sich mehr undmehr näherten, konnte natürlich Jeder an Bord das Aussehen, dieAusrüstung und anderer Eigenthümlichkeiten seines Nachbarn in dasAuge fassen. Hinsichtlich der Größe war kein merklicher Unterschiedzwischen den beiden Schiffen, und in Betreff der Einzelnhciten fandsich eine ausfallende Aehnlichkeit.

Der Bursche ist kein Westindicnfahrcr," sagte Roswell Gar-dincr, als er kaum eine kleine Meile von ihm stand;er hat einBoot auf dem Deck, wie wir, und auch eins auf jeder Seite. Sollteer auf den Robbenfang ausgehcn, wie wir?"

Ich glaube, Ihr habt recht, Herr," erwiederte Hayard, dererste Maat, welcher jetzt auf dem Deck war.Der Herr hat einrobbenfängerisches Aussehen, oder ich kenne meinen eigenen Cha-rakter nicht. Es ist ziemlich wunderlich, Kapitän Gar'ncr, daßunser Zwei hier, aus der offenen See, znsammentreffen, und Beideden Zweck haben sollen, an das andere Ende der Erde zu reisen.

Darin ist nichts sehr merkwürdiges, Herr Hayard, wennwir bedenken, daß die, welche Cap Horn in der Sommerzeit hintersich lassen wollen, mit der Abfahrt jetzt nicht mehr säumen dürfen.Keiner von uns Beiden wird vor December dahin gelangen, unddas weiß der Kapitän jenes Schiffes ohne Zweifel eben so gut wieich. Die Stellung dieses Schiffes macht mich mehr irre, alt irgend