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29 (1854) Die Seelöwen, oder die verlornen Robbenjäger : Roman
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her, und Ihr könnt der Hand des Mädchens so gewiß sein als hätteder Pastor längst den Segen über euch gesprochen."

Dieß war des Decan's Ansicht von seiner Nichte und von demweiblichen Geschlecht überhaupt. Monatelang gedachte er dieserRede als eines Meisterstücks, während Noswell Gardiner sie nachder ersten halben Stnnde vergaß. Der Liebende kannte den Cha-rakter der Nichte wahrlich besser, als der Oheim!

Der Seclöwe von Oyster-Pond hatte sich jetzt des letzten Ban-des emschlagen, welches ihn noch mit dem Lande verbunden hatte.Er hatte keinen Lootsen, da er, wie gewöhnlich, in diesen Gewäs-sern eines solchen nicht bedurfte; denn ein Schiff hatte hier nurdarauf zu sehen, daß es sich von Long-Jsland hinreichend fern hielt,indem cs dessen östliches Ende umschiffte.

Gardiner's Insel barg bald das Boot, und von nun an verban-den nnr noch die Bande der Gefühls diese kühnen Abenteurer mit ih-rem Heimathlande. Allerdings waren Connecticut und dann Nhode-Jsland auf der einen, und ein kleiner Theil von Neu-Uork aus derandern Seite sichtbar; da aber die Dunkelheit der Nacht bald Allesin ihren Schleier hüllte, waren selbst diese Verbindungsmittel baldwesentlich abgeschnitten. Der Leuchthurm von Montauk war Stun-denlang die einzige Landmarke für unsere kühnen Seefahrer, welcheihn um Mitternacht umsegelten und nun in die laugen, rollendenWellen des atlantischen Meeres eintraten. Jetzt erst konnte mansagen, das Schiff sei wirklich auf der hohen See.

Man fand, daß der Scelöwe sich sehr gut hielt. Man hattebei seinem Bau ebenso viel Rücksicht auf die Behaglichkeit wie ansseine Segelkrast genommen, und sein Rumpf hatte jenes richtigeVerhältniß, welches ihn wie eine Ente über die Fläche der Wasserdahintrug. Diese Eigenschaft ist bei einem kleinen Schiffe wichti-ger, als bei einem größer», denn ohne die bewegende Kraft ist dassogenannteVergraben" bei einem leichten Schiffe etwas sehr

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