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29 (1854) Die Seelöwen, oder die verlornen Robbenjäger : Roman
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anders verhält cs sich mit einer Jnngfrau, welche sich tief bewußtist, was sie ihrem Erlöser schuldet, und die mit llebcrleguug undmit dem Bewußtsein der Wichtigkeit ihres Schrittes das Weibeines Mannes wird, welcher in Gott nur einen Menschen siehtgleichgiltig, wie Ihr dieses Wort näher bezeichnet, indem Ihr ibneinen reinen, sündenlosen Menschen nennt stets seht Ihr einenMenschen in ihm. Der Unterschied zwischen Gott und Mensch istaber zu groß, als daß er durch solche Bezeichnungen aufgehobenwerden könnte."

Wenn ich cs aber unmöglich finde, Alles zu glauben, wasIhr glaubt, Mary, werdet Ihr mich gewiß nicht dafür strafen, daßich so aufrichtig bin, Euch die Wahrheit, die ganze Wahrheit zusagen."

Nein, wahrlich nicht, Roswell," antwortete das biedere Mäd-chen sanft, um nicht zu sagen zärtlich.Nichts hat mir eine bessereMeinung von Euren Grundsätzen, eine höhere Idee von Euremwahrhaft graden, mannhaften Charakter gegeben, als die Offen-heit, womit Ihr meinen Verdacht, der Glaube der Glaube,wie ich ihn allein für wirksam halte fehle Euch, als begründeteingestanden habt. Diese Freimüthigkeit hat Euch neben dermädchenhafteren Neigung, welche ich, wie ich Euch wenigstensnicht verhehlen will, lange fühlte, meine ganze Achtung ge-wonnen. "

Herrliches Wesen!" rief NoSwell Gardiner, fast im Be-griffe, auf seine Knie zu fallen, und die schöne Begeisterte an-zubeten, welche an seiner Seite saß, und in deren Antlitze sichdie tiefe Theilnahme an seinem Heile spiegelte, und in derensanften, süßen, blauen Angen die Zärtlichkeit der bescheidenenUnschuld glänzte, mochte er sich bewegen lassen, ihren Gott alsden scinigcn anzunehmen, oder nicht. ---Wie könnt Ihr,in allen Rücksichten so gütig, in dieser einen so grausamsein?"