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29 (1854) Die Seelöwen, oder die verlornen Robbenjäger : Roman
Entstehung
Seite
84
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daß eine genauere Untersuchung ohne Erfolg blieb. Wenn derFremde sein Augenmerk aus diese Insel richtete, war nichts zubesorgen, denn sie war von dem wirklich angedeuteten Punkte hin-reichend entlegen.

Es ist auffallend, daß ein so alter Seefahrer eine Karte indieser Weise verbraucht hat, ohne eine einzige Bemerkung beizu-schreiben," wiederholte der Fremde, welcher ärgerlich und zumalverlegen war, was er von der Sache denken sollte.Alle meineKarten sind mit Bemerkungen übersäct, als beabsichtigte ich, sieherauszugeben."

Geschmack und Gewohnheiten sind bei den Menschen verschie-den," antwortete Noswell Gardiner nachlässig.Manche Seefah-rer finden stets Felsenklippen und Brandungen, und übermalen ihreKarten damit, wie sie bei ihrer Rückkehr die Zeitungen damit über-füllen, ich habe aber nie bemerkt, daß dieß irgend förderlich gewesenwäre. Was mich betrifft, so würde ich keinen Sixpence für eineNotiz geben, welche ein Mann macht, der in einer oder einemUnwetter an einer Klippe oder Sandbank vorbeikommt."

Was würdet Ihr zu der Notiz eines Robbenfängers sagen,welche eine Insel bezeichnete, wo die Seehunde aus dem Strandebeisammenliegen, wie Ferkel in einem Sumpfloche, und sich son-nen? Würdet Ihr eine Karte mit einer solchen Andeutung nichteinen Schatz nennen?"

Allerdings würde dieß die Sache ändern," erwiederte Kapi-tän Gardiner lachend,obgleich es mir nicht einfiele, in dieser Kistenach einem solchen Schatze umzuspähen. Unsere meisten Schiffs-führer steuern zu sehr auf das Gerathewohl, als daß man auf ihreKarten viel Werth legen könnte. Sie finden wohl die Orte, welchesie suchen, können aber den Kurs nicht angeben. Einer meiner al-ten Kapitäne zeichnete einst eine Sandbank, die er gesehen zu habenglaubte, einen vollen Grad südlicher auf seine Karte. Eine solcheNotiz kann aber mehr schaden als nützen. Sie kann einen günsti-