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29 (1854) Die Seelöwen, oder die verlornen Robbenjäger : Roman
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kein großes Unrecht darin fand, sein Herz und seinen Geist durchmäßigen Genuß des Branntweins zu erheitern und zu erfreuen,schadete er weder sich noch Anderen durch eine solche gelegentlicheWonnestuude. Ebenso war es mit dem Decan, nur trank er Numund Wasser aus freier Wahl, und kein anderes Getränke, Ma-ry's Johannisbeerwein und Eider ausgenommen, war je ausseinem Tische zu sehen.

Von geistigen Getränken läßt sich dieß sagen, sei es nun zuderen Gunsten oder nicht, sie erschließen gewöhnlich die ganzeMunterkeit eines Mannes, und machen ihn, wenigstens für denAugenblick, gesprächig und angenehm. Dieß war ganz besondersder Fall mit dem wohlehrwürdigen Herrn Whittle und seinen De-canen.

Diese guten Leute hatten sich in ihrem gewöhnlichen Verkehremit ihren Mitmenschen der Ansicht hingegcben, sie müßten, um reli-giös zu erscheinen, ihre Gesichter in Falten legen, und Sorge undGram müßten sich daraus abdrücken, als hätten sie auf die Kraftder Erlösung kein Vertrauen. Nur Wenige rechtfertigen in derThat ihr Glaubensbekcnntniß dadurch, daß sie mit Gott und denMenschen in Frieden leben! Auf Oyster- Pond war man ziemlichder Ansicht, daß gerade die am unverschämtesten austreten, und dieFehler und Gebrechen ihrer Nachbarn am schärfsten tadeln dürften,welche von der Trostlosigkeit ihres irdischen Daseins am tiefstendurchdrungen wären.

Diese Schwäche trat jedoch weder bei dem Pastor noch bei demDecan hervor, denn Jeder von ihnen sah sein Glaubensbekcnntnißzu sehr in dem Licht eines regelrechtenGeschäfts", um sich zusolchen kleinen Verlästerungen herabzulassen.

Was Mary betrifft, so war die Demuth dieses guten Wesensso groß, daß sie sich für die Schwächste und am wenigsten Begün-stigte unter Allen hielt, welche das Bethaus besuchten.

Es thut mir leid, daß meine Reise nach Connecticut mich